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Was wird aus dem Haus zum Engel?

Noch weiss die Hausbesitzerin Edith Schönholzer nicht, wie sie die leeren Räume des Spielzeugmuseums nutzen wird. Das denkmalgeschützte Haus zum Engel hat sie einst als ­Ruine gekauft und umgebaut.

Das Haus zum Engel an der Burgstrasse 15 in Thun.
Das Haus zum Engel an der Burgstrasse 15 in Thun.
Deborah Stulz

«Ich bin froh, dass der Verein nun endlich einen Entscheid gefasst hat – und ich nun weiss, woran ich bin», sagt Edith Schönholzer auf Anfrage zum bevorstehenden Umzug des Spielzeugmuseums. Sie hatte es in ihrem Haus zum Engel an der Burgstrasse 15 initiiert, aufgebaut und laufend weiterentwickelt und bis vor zwei Jahren auch geleitet. «Der Betrieb war rentabel: Ich verliess den Verein, als in der Kasse eine Reserve von 40'000 Franken vorlag», sagt sie.

Doch wie der Vorstand des Gönnervereins, den die heute 76-Jährige damals ins Leben gerufen und bis vor zwei Jahren präsidiert hat, will sie nach vorne schauen. Was sie mit den leeren Räumen tun wird, weiss Schönholzer noch nicht. «Ich kümmere mich darum, wenn der Umzug stattgefunden hat.»

«Natürlich ist es schade»

Natürlich sei es schade, dass das Spielzeugmuseum nach zwölf Jahren von Thun weg nach Spiez umziehe und sie es gänzlich loslassen müsse. Mit dem neuen Parkhaus und einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Schlossmuseum hätte sie für das Museum eine Zukunft gesehen. «Doch ich kann und will das Café nicht selber betreiben und finanzieren, ich bin altershalber am Abbauen.» Ein geschätztes Viertel, vielleicht sogar beinahe die Hälfte des Spielzeuginventars sowie das meiste Mobiliar gehöre ihr und Leihgebern – und all das werde in Thun bleiben.

«Von zwölf Häusern, die ich in all den Jahren gekauft und saniert habe, besitze ich heute noch mein Zuhause im grossen Bauernhaus in Wattenwil und das 1820 erstellte Haus zum Engel, wo derzeit einzig noch die Dachwohnung vermietet ist», sagt Edith Schönholzer. Dieses habe sie 1999 als denkmalgeschützte Ruine gekauft und sanieren lassen. «Dem schönen Gebäude habe ich diesen Namen gegeben», erzählt sie, «weil in der Innerschweiz, wo ich aufgewachsen bin, viele Beizen Engel heissen.»

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