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Was die Stadt in den nächsten 10 bis 15 Jahren für den Sport tut

Der Thuner Gemeinderat hat das städtische Konzept für Sport- und Bewegungsräume aktualisiert.

Die Stadt Thun möchte unter anderem die Schiessanlage Guntelsey als regionales Zentrum und als internationale Wettkampfstätte etablieren.
Die Stadt Thun möchte unter anderem die Schiessanlage Guntelsey als regionales Zentrum und als internationale Wettkampfstätte etablieren.
Patric Spahni

Seit 2008 ist das Konzept für Sport- und Bewegungsräume der Stadt Thun (KSB) in Kraft. Es gilt als Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des gesamten Bewegungsraumes und der Sportanlagen in der Stadt Thun. Da viele der im KSB 2008 definierten Massnahmen erfüllt sind, hat das zuständige Amt für Bildung und Sport das Konzept unter Einbezug weiterer Abteilungen sowie der Sportvereine, der Schulen und der Bevölkerung in diesem Jahr aktualisiert. Anfang Dezember 2018 verabschiedete der Gemeinderat das neue Konzept, im Januar 2019 tritt es in Kraft.

Sportpolitik gemäss den Bedürfnissen

«Unser Ziel ist es, eine auf die Bedürfnisse der Thunerinnen undThuner abgestimmte Sportpolitik zu betreiben, die allen den Zugang zum Sport ermöglicht», so Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bildung, Sport, Kultur. Das KSB 2019 dient der Stadt dabei als Führungs- und Planungsinstrument und ergänzt das Konzept aus dem Jahr 2008. Grosse Teile der Grundlagen, Erhebungen und Analysen des KSB 2008 bleiben weiterhin gültig.

Als übergeordnete Rechtsgrundlagen und Leitplanken gelten das Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung, die kantonale Strategie «Sport Kanton Bern», das Sportleitbild der Stadt Thun sowie kommunale Sportförderungsverordnungen. In konkreten Projekten oder Geschäften ist der städtische Aufgaben- und Finanzplan richtungsweisend. Die jeweils benötigten finanziellen Mittel werden entsprechend eingestellt und dem finanzkompetenten Organ vorgelegt.

Bei der Aktualisierung des Konzepts war der Stadt Thun nebst der Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklung des Sporttreibens in der Schweiz auch die Meinung der Bevölkerung ein wichtiges Anliegen. Drei unterschiedliche Onlineumfragen bei Sportvereinen, Schulen und der breiten Bevölkerung lieferten Anhaltspunkte für den Bedarf an städtischer Sportinfrastruktur. An der Bevölkerungsumfrage nahmen viele Bike-Interessierte teil. Diese äusserten den Bedarf an Bike- und Flowtrails auf Thuner Boden. Eine Massnahme zur Realisierung solcher Trails ab 2019 ist im KSB nun aufgeführt.

Aufgrund der Rückmeldungen von Vertreterinnen und Vertretern der Thuner Sportvereine entstanden unter anderem die Massnahmen zur Ausweitung von Öffnungszeiten bei den Sporthallen oder die Nutzung von Kleinmaterial in ausgewählten Sporthallen (Materialschrank für alle). Schliesslich wurde das KSB 2019 Sport Thun (Dachorganisation der Thuner Sportvereine) zur Stellungnahme vorgelegt.

Im Zentrum des KSB 2019 stehen die aktualisierten Massnahmen mit dem Schwerpunkt Erneuerung und Ergänzung von Sportinfrastrukturen. Nebst der Realisierung einer neuen Dreifachsporthalle sind zum Beispiel folgende Projekte neu aufgeführt:

  • Realisierung von Bike- und Flowtrails inkl. Betriebskonzept;
  • Sanierung und Unterhaltskonzept städtische Bootsplätze;
  • Ausbau der Kapazitäten (Garderoben, Duschen und Geräteräume) in Anlagen mit dichter Belegung;
  • die Schiessanlage Guntelsey als regionales Zentrum und als internationale Wettkampfstätte etablieren;
  • Prüfung eines regionalen Lösungsansatzes für ein Hallenbad;
  • Digitalisierung der Informationskanäle zur Nutzung von Sportanlagen unter Berücksichtigung der städtischen Digitalisierungsstrategie.

Wachstum um rund 5000 Personen

Die Umsetzung der Massnahmen des neuen KSB erfolgt in drei Phasen. Phase 1 definiert bereits begonnene Massnahmen, die kurzfristig abgeschlossen werden. Acht Massnahmen und Projekte will die Stadt Thun in Phase 2 (Legislatur 2019–2022) in Angriff nehmen. Fünf Massnahmen und Projekte sollten mittel- und langfristig realisiert werden (ab 2023). Dazu sind noch sechs fortlaufende Aufgaben definiert. Das Controlling der Zielerreichung sowie die Überprüfung der Aktualität der Massnahmen geschieht jährlich und wird jeweils im städtischen Jahresbericht publiziert. Das Konzept soll spätestens nach 15 Jahren überarbeitet und aktualisiert werden. Thun rechnet bis dann mit einem Wachstum von rund 5000 Personen, die Sportinfrastruktur muss daher mitwachsen. (pd)

www.thun.ch/ksb

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