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Von Selfieccinos und launigen Wettergöttern

Auch ein Regenguss vor dem «Donnschtig-Jass» störte die gute Stimmung letztlich in keiner Weise.

Die beiden SRF-Moderatoren Stefan Büsser und Rainer Maria Salzgeber feierten mit dem «Donnschtig-Jass» einen gelungenen Einstand.
Die beiden SRF-Moderatoren Stefan Büsser und Rainer Maria Salzgeber feierten mit dem «Donnschtig-Jass» einen gelungenen Einstand.
Patric Spahni
Da schien bereits wieder die Sonne: Der Rathausplatz kurz vor Beginn der Sendung «Donnschtig-Jass».
Da schien bereits wieder die Sonne: Der Rathausplatz kurz vor Beginn der Sendung «Donnschtig-Jass».
Patric Spahni
Dem Publikum scheint der Abend gefallen zu haben.
Dem Publikum scheint der Abend gefallen zu haben.
Patric Spahni
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Wer am Donnerstagabend sein Feierabendbier auf dem Thuner Rathausplatz zu trinken gedachte, wurde womöglich unverhofft von der Tatsache überrascht, sich nicht nur inmitten eines Stadtfestes, sondern mitten in einer Fernsehsendung wiederzufinden.

Über Lautsprecher waren die Stimmen der bekannten SRF-Moderatoren Rainer Maria Salzgeber und Stefan Büsser zu hören, und spätestens der bunte Zeltpavillon mit dem fast schon legendären grünen Jasstischchen oder der «Hau den Lukas» mit den französischen und deutschen Farben mussten noch dem Ahnungslosesten in Erinnerung rufen, dass der «Donnschtig-Jass» in Thun zu Gast war.

Noch aber wäre jegliches In-die-Kamera-Winken und -Grinsen umsonst gewesen, denn noch war es nicht die eigentliche Live-Übertragung, die da lief, sondern lediglich deren Generalprobe. Während und unmittelbar nach dieser liess der Wettergott dann Zweifel daran aufkommen, ob er ein Jassfreund sei. Für diejenigen, die der Wetterprognose vertraut und keinen Regenschirm dabei hatten, vielleicht eine willkommene Ausrede, sich beim Stand von SRF in der Gerberngasse ein Selfieccino zu genehmigen. Die mit Lebensmittelfarbe auf einen Cappuccino gedruckte Reproduktion des eigenen Konterfeis hätte sich, sofern man es denn ausprobiert hätte, wohl sogar länger gehalten als der Regen.

230 Biergarnituren

Zumindest die zahlreichen von der Stadt eingesetzten Helferinnen und Helfer schienen für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Mit Lappen und Gummischaber trockneten sie die 230 Biergarnituren, die sich umso mehr füllten, je näher der Start der Sendung rückte. Nicht nur Hinzugelaufene oder eingefleischte Jassfans, auch solche, die in erster Linie das Fernsehen hautnah miterleben wollten, dürften sich unter dem bunt durchmischten Publikum befunden haben.

Ob die inzwischen eingetroffenen Fangruppen der sich duellierenden Obwaldner Gemeinden Giswil und Kerns die Sonne mit im Gepäck hatten, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Fakt ist, dass sich bald darauf über dem Schloss ein fast wolkenloser Himmel präsentierte, und die goldene Abendsonne verhiess der herausgeputzten Stadt, sich der Fernsehnation in bestem Licht zeigen zu dürfen. Kurz vor 22 Uhr stand dann fest, wo der nächste «Donnschtig-Jass» stattfinden würde: Die Giswiler bodigten die Kernser mit 51 zu 135 Punkten.

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