Viel Lob für die Jahresrechnung 2018

Thun

Der Thuner Stadtrat hat die Jahresrechnung 2018 einstimmig angenommen. Vor der Abstimmung gab es viel wohlwollende Worte zu hören.

Andre de Meuron (Grüne) hatte am Donnerstag im Stadtrat erfreuliches zu vermelden.

Andre de Meuron (Grüne) hatte am Donnerstag im Stadtrat erfreuliches zu vermelden.

(Bild: Patric Spahni)

Die seit Anfang Jahr amtierende Finanzvorsteherin Andrea de Meuron (Grüne) konnte am Donnerstag im Stadtrat konstatieren: «Die Stadt verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum bei den Steuererträgen.» Und: Was in Sachen Finanzen beeinflussbar sei, habe die Stadt im Griff.

Der Blick auf die wichtigsten Kennzahlen zeigt: Die Rechnung 2018 schloss bei Einnahmen von 312,1 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 7,5 Millionen ab. Die Steuereinnahmen lagen bei 126,7 Millionen Franken – und damit um 6,8 Millionen über dem Budget.

Am Ende soll die Rechnung aber ausgeglichen dastehen: Der Gemeinderat beantragte nämlich dem Parlament, die 7,5 Millionen Franken für zusätzliche Einlagen in die beiden Spezialfinanzierungen für baulichen Unterhalt und Werterhalt von Stadtliegenschaften zu verwenden. Für de Meuron macht das Sinn: «Es ist mehr als nötig und eine eigentliche Vorfinanzierung für künftige Projekte, die wir in der Pipeline haben.»

Eine «dicke Null»

Für die zuständige Sachkommission erklärte Daniela Huber (Fraktion GLP/BDP): «Auf den ersten Blick ist es eine gewohnte Rechnung: mit einer Null im Ergebnis. Aber einer dicken Null.» Sie würdigte die Ausgabendisziplin in den Direktionen – die Stadt habe die Finanzen absolut im Griff. Solches Lob zog sich als Konstante durch die ganze Debatte. Susanna Ernst (FDP) nannte die Null «anständig dick».

Verena Schneiter (Fraktion EVP/EDU/CVP) hob hervor: «Die Budgetvorgaben sind grossmehrheitlich erreicht worden.» Thomas Hiltpold (Grüne) nannte das Ergebnis «solid», die Einlage in die Spezialfinanzierungen entspreche anders als früher dem Reglement. Sein Fazit: «Thun bewegt sich, und das ist gut so.» Für Katharina Ali-Oesch (SP) zeigt das Ergebnis, «dass es der Stadt Thun gut geht».

Sie wies aber auch auf den Sanierungsrückstand bei der städtischen Infrastruktur hin und äusserte den Wunsch ihrer Fraktion, die Schulhäuser zu priorisieren. Carlo Schlatter (SVP) betonte, dass das Finanzdepartement über Jahre hinweg in guten Händen gewesen sei – es waren bekanntlich die Hände seines Parteikollegen, Stadtpräsident Raphael Lanz. Aber auch der neuen Vorsteherin sprach er sein «grosses Vertrauen» aus, dass es so positiv weitergehen werde.

Eine «spannende Zeit»

Andrea de Meuron schloss mit den Worten: «Die Aufgaben, die auf uns zukommen, sind gewaltig. Es liegt eine spannende Zeit vor uns.» Weniger spannend war nach den vielen lobenden Worten die Abstimmung: Die Rechnung 2018 wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen – inklusive Einlage in die beiden Spezialfinanzierungen.

Thuner Tagblatt

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