Verband sorgt sich um Innenstadt

Thun

Parkplätze, die aufgehoben werden sollen, Baustellen, die den Verkehr be­einträchtigen, und damit verbundene Umsatzeinbussen: Der Thuner Gewerbeverein sorgt sich um die Zukunft der Innenstadt.

Das Thema der Stunde: Die Parkplätze in der Innenstadt.

Das Thema der Stunde: Die Parkplätze in der Innenstadt.

(Bild: Patric Spahni)

An ihrer ersten Hauptversammlung als Präsidentin des Gewerbevereins Thuner KMU nahm Agnes Bettschen kein Blatt vor den Mund. «Thun soll keine Geisterstadt werden», sagte sie. Die Präsidentin erklärte damit, weshalb der Thuner Gewerbeverein Beschwerde gegen die Aufhebung von Kurzparkplätzen in der Thuner Innenstadt führt. Dabei unterstützt der Verein die Innenstadtgenossenschaft (IGT).

«Wir wollen, dass der Verein­barungskompromiss vom Jahr 2012, den wir nicht mitunterzeichnet haben, nochmals überdacht wird», betonte Agnes Bettschen. Zumal sich die Zeiten ­geändert hätten und Städte wie Burgdorf oder Langenthal ihre Aufhebungsentscheide heute bereuen würden.«Es geht um die Zukunft von Thun», hielt die Präsidentin fest und kam gleich zum Thema der aktuellen Strassenbaustellen in der Stadt.

Der Verein sei überzeugt, dass ein Schichtbaubetrieb zwingend sei. Neben Stau und viel Ärger für Gewerbetreibende treffe die aktuelle Verkehrsführung auch die Ladenbesitzer in der Innenstadt. Bereits nach einer Woche verzeichneten diverse Geschäfte Umsatzeinbussen von bis zu 50 Prozent oder mehr. Damit würden Arbeitsplätze und Existenzen auf dem Spiel stehen. An der Hauptversammlung wurde dazu gleich ein Extrablatt der «Gwärbposcht», des offiziellen Organs des Thuner Gewerbevereins, aufgelegt.

Verein wächst

«Die Thuner KMU-Familie wächst», hielt die Präsidentin an der Hauptversammlung weiter fest. So ist die Familie von ­ursprünglich 387 erstmals auf über 400 Mitglieder angewachsen. Neu zählt der Verein 410 KMU-Betriebe. «Dies gibt uns mehr Gewicht und eine starke Stimme», betonte Agnes Bettschen.

Mit dem neuen Gefäss «KMU-Tischrunde» will der Vorstand zudem künftig den Kontakt zu den Mitgliedern und Unter­nehmen fördern. Dabei sollen monatlich KMU-Themen besprochen werden. «Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt», er­läuterte die Präsidentin. Im Weiteren besteht die Absicht, ein KMU-Forum ins Leben zu rufen. Dieses soll klein, aber fein werden und vor allem nachhaltig etwas bewegen.

Rechnung im Plus

Die Versammlung genehmigte einstimmig die im Plus abschliessende Rechnung 2017 mit einem Aufwand von rund 76 000 Franken und das Budget für das Jahr 2018 mit Ausgaben von über 87 000 Franken. Aktuell verfügt der Verein über ein Eigenkapital von 50 700 Franken.

Berner Zeitung

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