Umbau des Maulbeerplatzes wurde teurer

Vor 50 Jahren

Die Umgestaltung des Thuner Maulbeerplatzes kostete die Stadt fast das Doppelte des ursprünglich veranschlagten Preises.

Dieses Foto aus dem Jahr 1970 zeigt den 1966 umgestalteten Maulbeerplatz.

Dieses Foto aus dem Jahr 1970 zeigt den 1966 umgestalteten Maulbeerplatz.

(Bild: Stadtarchiv Thun Fotosammlung Hans Dubach)

Ende Januar 1967 lag die Abrechnung über die Anpassung des Maulbeerplatzes vor dem neuen Gebäude der Kantonalbank vor. Der Umbau kostete nicht wie veranschlagt 44'300 Franken, sondern satte 85'114 Franken.

«Die verhältnismässig grosse Überschreitung stellte sich ein, weil die Arbeiten nicht wie ursprünglich 415, sondern 850 Quadratmeter Korrektionsfläche umfassten», hiess es im «Thuner Tagblatt» vom 26. Januar. Die Vergrösserung sei notwendig geworden wegen teilweise schlechten Untergrunds, schwieriger Entfernung der Trambahnfundamente und der Pläne für die spätere Neugestaltung des ganzen Platzes.

Was vor 50 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:

3. 1. 1967 Auf dem Bahnhof Thun wurden vom 31. Dezember bis zum 2. Januar 57 Extrazüge gezählt, und zwar 32 in Richtung Nord–Süd und 25 in Richtung Süd–Nord. Auch die regulären Züge waren gut besetzt.

4. 1. 1967 Die letztjährige Weltmeisterschaftszweite im Eiskunstlauf Gaby Seiffert konnte vom Eislaufklub Thun zu einem Gastspiel auf der Kunsteisbahn verpflichtet werden.

5. 1. 1967 Aus der vom Zivilstandsbeamten Ed. Hubacher zusammengestellten Bilanz geht her­vor, dass 1966 619 Knaben und 586 Mädchen geboren wurden, während 181 Männer und 185 Frauen verstarben. Es wurden 274 Ehen geschlossen.

7. 1. 1967 Wie das Kreisforstamt V mitteilt, ist im Staatswald Unteres Kandergrien mit dem Holzschlag für die Nationalstrasse N 6 begonnen worden. Wegen Unfallgefahr ist jedes Betreten des Holzschlaggebietes verboten.

7. 1. 1967 Nächsten Montag, 9. Januar, schliessen wir unsere Pa­peterie-Buchhandlung an der Hauptgasse. Der gesamte Verkauf ist somit im neu eingerichteten Geschäft an der Bahnhof­strasse. Die Tagblatt-Abonnenten der Hauptgasse können ihre Zeitung jedoch wie bisher beim Ladengeschäft Hauptgasse 35 abholen. Adolf Schaer, Thun.

10. 1. 1967 Nach der Inbetriebnahme des Uhrwerkes der neuen Johanneskirche im Dürrenast haben mehrere Anwohner Beschwerde erhoben. Gestützt auf Abklärungen hat der Gemeinderat verfügt, dass das Schlagwerk von 20.10 bis 6.50 Uhr abzustellen ist.

14. 1. 1967 Im Kellerthea­ter spielt zurzeit die Chäller-Kumedi Bern das Dialektlustspiel «Schwarzi Göggs und wyssi Chräge» mit Texten von César Keiser und Peter Farner.

16. 1. 1967 Am Sonntagmorgen rasierte ein ins Schleudern geratenes Auto an der Frutigenstrasse 18 eine Tanksäule weg. Das Benzin begann herauszusprudeln, doch entstand in der elektrischen Sicherung Kurzschluss, sodass der Austritt der kostbaren Flüssigkeit bald zum Stillstand kam.

17. 1. 1967 An der Qualifikation in Wengen erstritten sich die beiden Thuner Curlingklubs, der CC Thun und Thun Kyburg, die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft.

19. 1. 1967 Am Samstag wird im Kellertheater das in Thun bereits bestens bekannte «Theater 58» als eigene Premiere Samuel Becketts berühmtestes Werk «Warten auf Godot» zur Aufführung bringen.

21. 1. 1967 Federica de Cesco, die bekannte Jugendschriftstellerin, durch ihre Heirat nun in Thun ansässig, wird am nächsten Montag im Kellertheater einen Autorenabend geben.

23. 1. 1967 Die schon vor einiger Zeit angekündigte Verkehrsbeschränkung bei der Postbrücke ist nun Tatsache geworden. Wer vom Bälliz her über die Brücke zur Aarestrasse fährt, darf nicht mehr nach links, sondern nur noch nach rechts abbiegen.

24. 1. 1967 Laut städtischem Arbeitsamt haben sich im Dezember 1966 15 Arbeitslose gemeldet, wovon 3 versichert waren. Es wurden 26 arbeitslose Tage kontrolliert.

25. 1. 1967 Am 1. Dezember 1966 standen 57 Wohnungen oder 0,49 Prozent von total 11 531 leer. Rechnet man Eigentumswohnungen, Häuser und bereits vermietete Logis ab, bleiben nur noch 33 vermietbare Objekte, von denen 8 Wohnungen kein Bad, 3 ein Gemeinschaftsbad, 9 keine Warmwasserversorgung und 11 keine Waschmaschine besitzen.

Quelle:Stadtarchiv

mbs

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