Zum Hauptinhalt springen

Uetendorfer Biogas für Thuner Kunden

Kunden der Energie Thun AG können per sofort Biogas beziehen, das in der ARA Thunersee in Uetendorf hergestellt wurde. Damit wird dieser Energieträger besser genutzt, was auch für die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage gilt.

Marc Imboden
Gestern legten sie den Hebel um und speisten Biogas ins Netz der Energie Thun AG ein (v. l.): Heiner Straubhaar (Vorsitzender der Avag-Geschäfts­leitung), Michael Gruber (CEO Energie Thun AG) und Bruno Bangerter (Geschäftsführer ARA Thunersee).
Gestern legten sie den Hebel um und speisten Biogas ins Netz der Energie Thun AG ein (v. l.): Heiner Straubhaar (Vorsitzender der Avag-Geschäfts­leitung), Michael Gruber (CEO Energie Thun AG) und Bruno Bangerter (Geschäftsführer ARA Thunersee).
Marc Imboden

Wenn die ARA Thunersee unser Abwasser reinigt, entsteht sogenannter Klärschlamm. Er besteht zum grössten Teil aus Wasser, während der Feststoffanteil im einstelligen Prozentbereich liegt. Um das Volumen des Schlamms zu reduzieren und ihn somit besser entsorgen zu können, wird er mithilfe von Bakterien zu Faulschlamm gemacht. Dabei entsteht Faulgas, das die ARA Thunersee bisher zur Produktion von Strom und Wärme genutzt hat.

Mit der Wärme wurde unter anderem das CIS Heimberg versorgt.Nun haben die ARA Thunersee, die Energie Thun AG (Etag) und die AG für Abfallverwertung (Avag) beschlossen, diese Energie noch effizienter zu nutzen. Das Biogas wird ins Erdgasnetz der Etag eingespeist. Die Wärme, die für den eingangs beschriebenen Verfaulung benötigt wird, bezieht die ARA von der Avag.

Wie am Mittwoch vor den Medien dargelegt wurde, ist dieses Übereinkommen eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. «Bisher mussten wir Biogas kaufen, um die Nachfrage zu decken», sagte Michael Gruber, CEO der Etag. «Neu können wir fast alles Biogas in der Region Thun be­ziehen.»

Die ARA Thunersee andererseits kann sich aus dem Fernwärmegeschäft zurückziehen, da sie die gesamte benötigte Wärme von der Kehrichtverbrennungsanlage in Thun bezieht. «Bisher haben wir mit unserem Biogas so viel Strom und Wärme produziert, dass wir im Sommer jeweils einen Überschuss hatten», sagte ARA-Geschäftsführer Bruno Bangerter. «Nun kann unser Biogas viel besser genutzt werden.»

Die Avag schliesslich kann ihren Wärmeüberschuss verringern. «Wir hatten schon vorher Wärmekunden wie zum Beispiel die Ruag. Neu können wir nicht nur die ARA beliefern, sondern auch deren bisherige Wärmeabnehmer», sagte Avag-Geschäftsleiter Heiner Straubhaar.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch