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Tränen an der letzten Blue Christmas Elvis Night

In der voll besetzten Reithalle in Thun zelebrierte Elvis Imitator Peter Müller seine letzte Blue Christmas Elvis Night. Müller prägte die Show von Beginn bis zum Ende mit Humor und vielen Emotionen.

Songs und Tränen: Peter Müller feierte am Samstag mit dem Publikum seine letzte Elvis-Christmas-Show.
Songs und Tränen: Peter Müller feierte am Samstag mit dem Publikum seine letzte Elvis-Christmas-Show.
Patric Spahni

Mit dem Song Wooden Heart, mit dem Refrain «Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus» verabschiedete sich Peter Müller am vergangenen Samstag in der Reithalle auf dem Expo-Areal in Thun endgültig von seiner «Show Blue Christmas Elvis Night».

Zum Abschied hatte der Uetendorfer für seine Fans offenbar speziell dieses Lied aus dem gleichnamigen Film mit Elvis Presley ausgewählt. Wie in vielen Elvis-Songs geht es in diesem Lied um Hochs und Tiefs der Gefühle.

Emotionen pur

An diesem Abend schienen auch Peter Müllers Gefühle Achterbahn zu fahren. Die Freude darüber, dass rund 500 Frauen und Männer zu seiner letzten Weihnachtsshow gekommen waren, wechselte sich mit der Leidenschaft für die Lieder von Elvis und der Wehmut über das endgültige Ende ab: «Ihr seid ein zauberhaftes Publikum. Jetzt merke ich gerade, dass es doch mehr wehtut als ich gedacht hatte», sagte er zu Beginn der Show.

Der Elvis-Imitator sang in Thun aus voller Kehle. Foto: Patric Spahni
Der Elvis-Imitator sang in Thun aus voller Kehle. Foto: Patric Spahni

Diesen spürbar leise in ihm schlummernden Abschiedsschmerz liess er jedoch nicht länger zu. Mit Hingabe für die Lieder von Elvis sang der Interpret mit kräftiger Stimme und den Liedtexten entsprechenden Gesten weiter.

Die Aussage, «in einem gewissen Alter geht Elvis’ Hüftschwung schon ein bisschen langsamer als früher», wies Peter Müller denn aber doch darauf hin, dass er Gründe hat, mit der grössten und aufwendigsten seiner Shows aufzuhören.

Ein Team für die Fans

Seit 30 Jahren sind Peter Müller und seine Begleiter mit der Show «Memory of Elvis by Peter Müller» in der Schweiz und in Deutschland unterwegs. Die Geschichte der «Blue Christmas Elvis Night» begann vor 13 Jahren in Uetendorf auf dem Areal der Rotor-Lips AG, seiner langjährigen Arbeitgeberin.

Gestärkt durch die Zusage des damaligen Firmeninhabers Hans Mühlematter und seiner Familie, ein mögliches Defizit zu übernehmen, wagten Müller und sein Team den Start ins Ungewisse: «Niemals hätte ich damals gedacht, dass diese Christmas-Show so erfolgreich wird», sagte Müller am Samstag.

Seinem Arbeitgeber und seinem langjährigen Helferteam entbot er denn auch seinen Dank. Ebenso bedankte sich Müller bei seinen Fans für ihre Treue.

Kürzertreten

Jetzt will Peter Müller etwas kürzertreten. Wie diese Zeitung bereits im Dezember 2018 berichtete hatte, fällte der Uetendorfer diesen Entscheid nach einem schweren Unfall im vergangenen Jahr. Sein Auftritt im Jahr 2018 war dadurch gefährdet.

Peter Müllers Wille und möglicherweise ein ganz kleines bisschen Ehrgeiz, vermischt mit einer Prise purer Lust, haben ihm vor einem Jahr geholfen, die zweitletzte Weihnachtsshow für seine Fans trotz Schmerzen durchzuhalten.

Symbiose mit dem Publikum

Auch am vergangenen Samstag hatte der Elvis-Imitator das Publikum bereits nach einigen Tönen für sich gewonnen. Kein Wunder, denn, viele der Zuhörenden haben weisse Strähnen in den Haaren: «Meine Fans sind Elvis-Fans, sie sind heute alle zwischen 57 und 72 Jahre alt», bemerkte Peter Müller.

Die Lacher danach und der immer wieder aufflackernde Applaus zeigten auf, dass das Publikum den quirligen Interpreten liebt.

Gefühle vermitteln

Gute Gefühle will Peter Müller auch in der nahen Zukunft vermitteln. Neben den Elvis-Shows für Firmen und Private, deren Anzahl er zwar reduzieren, aber nicht ganz aufgeben will, hat er schon neue Ideen.

Welche dies sind, wollte er gegenüber dieser Zeitung noch nicht offenlegen. Offen gezeigt hat Peter Müller dagegen seine Gefühle. Während der Interpretation seines letzten Liedes sind nicht nur beim Publikum, sondern auch bei ihm Tränen geflossen.

«Thats all right, Peter Müller», bemerkte eine Zuschauerin während seines Abganges mitfühlend. «Es ist alles gut – und okay so.»

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