Tiefe Pegel behindern BLS-Schiffe

Die Pegelstände in Thuner- und Brienzersee sind noch unüblich tief. Die Schiffe starten mit Einschränkungen in die Saison.

Die Schiffsaison auf dem Thuner- und Brienzersee beginnt am Karfreitag – mit Einschränkungen.

Die Schiffsaison auf dem Thuner- und Brienzersee beginnt am Karfreitag – mit Einschränkungen. Bild: Christoph Gerber/www.luftbild-drohne-thun.ch

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Der Chef der Gebäudeversicherung Bern hat vergangene Woche Alarm geschlagen. Ueli Winzenried zeigte sich «extrem beunruhigt» über die immer noch beträchtlichen Schneemengen im Berner Oberland. Es drohe ein Szenario wie 1999, als nach einem schneereichen Winter die Schneeschmelze mit viel Regen zu grossen Überschwemmungen führte. Winzenried forderte, dass die Pegelstände in den Seen vorsorglich gesenkt werden.

Jetzt zeigt sich: Die Pegelstände in Thuner- und Brienzersee sind tief, sodass die BLS am Karfreitag nur beschränkt in die neue Saison starten kann. Der Brienzerseespiegel ist zu niedrig dafür, mit den Schiffen bei Interlaken-Ost in den Kanal fahren zu können. Alle Kurse verkehren deshalb nur zwischen Brienz und ­Bönigen.

Zwischen Bönigen und Interlaken-Ost fahren Schiffs­ersatzbusse, wie die BLS am Mittwoch mitteilte. Auf dem Thunersee verkehrt statt des Motorschiffs Bubenberg das Motorschiff Schilthorn. Letzteres hat weniger Tiefgang und kann darum die ­Kanäle bei Interlaken-West und Thun befahren.

Stand tief halten

Die Seepegel sind allerdings nicht vorsorglich gesenkt worden, sondern natürlich so tief. Wegen der anhaltenden Kälte sei in den Bergen mehr Schnee liegen geblieben und der Zufluss in die Seen unüblich gering, sagt Bernhard Wehren, Leiter Seeregulierung des Amts für Wasser und Abfall im Kanton Bern.

Wegen der ausserordentlichen Schneemengen versucht das Amt, den Pegelstand des Thunersees auf dem aktuellen Niveau zu halten. Maximal könnte der See noch um 15 Zentimeter mehr abgelassen werden. Wehren hält das aber vorläufig nicht für nötig. Die Lage sei nicht mit 1999 vergleichbar: «Dafür bräuchte es noch viel Regen und warme Temperaturen bis in hohe Lagen.» Danach sehe es momentan nicht aus. Aber das Amt verfolgt die Entwicklung aufmerksam.

Normal ist die Lage bei den Juraseen. Auf dem Jura liegt nur noch wenig Schnee. Und entlang der Saane wurden Stauseen abgelassen, um Platz für die Schneeschmelze zu ­schaffen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.03.2018, 08:21 Uhr

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