Thunerinnen und Thuner können bei Ortsplanungsrevision mitreden

Thun

Für das neue Baureglement und den Zonenplan kommunziert die Stadt drei Ansätze: neuorientieren, weiterentwickeln und bewahren. Die Bevölkerung kann sich zu den Plänen äussern.

Bestehende Bebauungen besser nutzen oder aufwerten – zum Beispiel im Gebiet Bahnhof West, Schönau West oder Gwattstrasse.

Bestehende Bebauungen besser nutzen oder aufwerten – zum Beispiel im Gebiet Bahnhof West, Schönau West oder Gwattstrasse.

(Bild: Franzasika Scheidegger)

Die Bevölkerung der Stadt Thun kann sich ab Anfang November im Rahmen der Ortsplanungsrevision zum neuen Zonenplan und zum neuen Baureglement äussern. Damit legt die Stadt fest, wie sich Thun künftig entwickeln soll und kann.

Auf der Ebene des Zonenplans und des Baureglements wird parzellengenau festgelegt, welche Nutzungen in Zukunft zulässig sind. Ebenfalls festgelegt wird, wo unter welchen Voraussetzungen in welchem Umfang gebaut werden kann. Zudem werden Gebiete bezeichnet, die in ihrer heutigen Ausprägung geschützt werden sollen.

Die Thunerinnen und Thuner sowie weitere interessierte Kreise können sich bis Ende Januar 2020 zur künftigen Stadtentwicklung äussern – erstmals auch digital. In Baureglement und Zonenplan verfolgt die Stadt drei Ansätze: neuorientieren, weiterentwickeln und bewahren.

Bestehende Bebauungen erneuern

Beim Ansatz Neuorientierung geht es unter anderem darum, dass bestehende Bebauungen erneuert besser ausgenutzt oder aufgewertet werden können. Als Beispiele hierfür zählt die Stadt in ihrer Mitteilung die Entwicklung des Bahnhofgebiets West, der Schönau West oder der Gwattstrasse auf.

In solchen Gebieten fordert die Stadt eine hohe Qualität in Bau- und Aussenraum sowie eine nachhaltige Energieversorgung. Dies bedingt eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt.

Neue Grünflächenziffer

Unter dem Stichwort Weiterentwicklung soll es einfacher möglich werden, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. So ist beispielsweise vorgesehen, die heutige Ausnützungsziffer durch eine Grünflächenziffer zu ersetzen. Dies erlaubt nach Angaben der Stadt eine bessere Ausnutzung der Parzellen, wobei gleichzeitigen die Qualität der Aussenräume gestärkt wird. Zudem wird eine Regelung für Attikageschosse abgeschafft: Diese können neu in vielen Gebieten zu einem Vollgeschoss ausgebaut werden.

Wertvolle Strukturen erhalten

Das Stichwort Bewahrung steht für eine Entwicklung nach innen. Diese soll es Möglich machen, die Nutzfläche zu erweitern und dabei wertvolle Baustrukturen und Landschaftsräume stärker schützen.

Mit dem neuen Baureglement legt die Stadt ausserdem einen Schwerpunkt auf Themen wie ökologischen Ausgleich, Energie, Mobilität und Landschaftsschutz.

Broschüre, Webseite und Infoveranstaltungen

Anfang November erhalten die Thuner Haushalte gedruckte Informationen zur Ortsplanungsrevision. Daneben bietet die Stadt Informationsveranstaltungen an und gibt Hilfestellungen für die Mitwirkung via digitale Plattform.

Die öffentliche Auflage erfolgt voraussichtlich bis Ende 2021. Die Genehmigung durch das Stadtparlament und den Kanton Bern sowie die Inkraftsetzung sind für 2022 geplant.

www.ortsplanungsrevisionthun.ch/mitwirkung

ske/sda

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