Thuner Siegenthalergut als Leuchtprojekt – nächste Schritte

Thun

Die Planung für die Überbauung Siegenthalergut geht weiter. Der Thuner Gemeinderat beantragt dem Stadtrat 750000 Franken.

So könnte die Überbauung im Siegenthalergut aussehen.

So könnte die Überbauung im Siegenthalergut aussehen.

(Bild: PD/Stadt Thun)

Das Siegenthalergut im Südwesten Thuns bietet als eines der letzten unbebauten Gebiete grosses städtebauliches Erweiterungspotenzial. Heute noch landwirtschaftlich genutzt, soll auf dem fünf Hektaren grossen Areal ein innovatives und zukunftsgerichtetes Stadtquartier entstehen. Über 2000 Menschen könnten dereinst ihren Wohn- und Lebensraum auf dem Areal finden, das sind fast fünf Prozent der Thuner Bevölkerung. «Das Siegenthalergut ist ein Wohnstandort von kantonaler Bedeutung und ein wichtiger Baustein in der Stadtentwicklung Thuns», schreibt die Stadt in ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch – und im Hinblick auf die Sitzung des Stadtrats vom 19. September.

Um die nächsten Planungsschritte für das «Leuchtturmprojekt», wie der Gemeinderat das Vorhaben nennt, anzugehen, beantragt er dem Stadtrat einen Kredit von 750000 Franken.

Ein grosser öffentlicher Park

Ein Planungsteam hat unter Begleitung von Expertinnen und Experten ausgelotet, welche Entwicklung auf dem Areal möglich ist und wie das neue Stadtquartier aussehen könnte. Die Hauptnutzung wird – wie vom Kanton vorgegeben – das Wohnen sein, ergänzt durch Flächen für Gewerbe und Dienstleistung sowie öffentliche Nutzungen wie etwa ein Quartiertreffpunkt.

Entstanden ist das Bild eines Quartiers, das sich insbesondere durch einen 7000 Quadratmeter grossen öffentlichen Park mit Bistro, eine dichte öffentliche Durchwegung und eine ideale Anbindung an die Umgebung auszeichnet. Die Baufelder bieten Spielraum für mehrere Wohn- und Wohnbauformen – etwa von der Studiowohnung bis hin zur gartenbezogenen Familienwohnung in Stockwerkeigentum oder zu ge­mein­nützigem Wohnungsbau.

Eine Art Boulevard geplant

«Die differenzierten Aussenräume ermöglichen auch halbprivate oder private Gärten», ist in der Mitteilung zu lesen. Der Verkehr wird am Rand des neuen Quartiers in unterirdische Parkierungsanlagen gelenkt. Entlang der Hohmadstrasse soll sich eine Art Boulevard entwickeln. «In einem Gutachten zur Nachhaltigkeit konnte zudem nachgewiesen werden, dass das Richtkonzept mit verschiedenen Nachhaltigkeitsstandards kompatibel ist», betont der Gemeinderat. Entlang der Hohmad- und Burgerstrasse sind Gebäudehöhen bis sieben Geschosse denkbar, im Übergang zum Quartier sollen diese auf fünf Geschosse beschränkt bleiben.

Mit den 750 000 Franken werden die Masterplanung, ein partizipativer Prozess sowie weitere eher technisch ausgerichtete Projektschritte finanziert. Die Zone mit Planungspflicht ZPP soll bestimmt und parallel zur laufenden Ortsplanungsrevision in diesem Spätherbst zur öffentlichen Mitwirkung gebracht werden.

Mehr Infos: www.thun.ch/medien

sft/pd

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