Swisscom will beim Werkhof auch 5G-Antenne

Wattenwil

Nach der Projekt­änderung für eine Mobil­funkantenne in Wattenwil ist diese zwar weniger hoch. Dafür ist sie neu auch für 5G vorgesehen.

Die geplante Antenne beim Werkhof soll nun 5G-tauglich werden.

Die geplante Antenne beim Werkhof soll nun 5G-tauglich werden.

(Bild: Patric Spahni/Archiv)

Die neuen Profile beim Gemeindewerkhof an der Erlenstrasse 10 in Wattenwil verraten es. ­Aktuell – und noch bis zum5. August – läuft die Baupublikation der Swisscom AG für ihre seit langem geplante neue Mobilfunkantenne.

Da die acht Einsprecher und die Kollektiveinsprache mit rund 185 Unterschriften aus dem Jahr 2018 eine Projektänderung erwirkt haben, sind Beschwerden aus der ersten Auflage hinfällig. Dazu geführt hat ausserdem ein zusätzlich erstellter Bericht der kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder. Darin befürwortet sie ebenfalls die re­duzierte Masthöhe.

Wie in den am Donnerstag eingetroffenen Unterlagen der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) ersichtlich ist, hat sich die Swisscom AG nach den Verhandlungen zu einer Neuauflage entschieden. In der erneuten Baupublikation ist nun zu lesen, dass die Mobilfunkantenne noch zwanzig statt dreissig Meter hoch ist.

Neu mit 5G-Antenne

«Aber», erklärt Elisabeth Buchs, Wortführerin der einstigen Kollektiveinsprecher, auf Anfrage, «die Swisscom liess in der Pu­blikation unerwähnt, dass die Anlage zusätzlich eine 5G-Antenne enthalten soll.» Zwar sei sie persönlich wegen der reduzierten Masthöhe aus dem Perimeter gefallen, um erneut einzusprechen, doch das spiele keine Rolle.

«Federführend bei der neuen Einsprache, welche derzeit ausgearbeitet wird, werden Einsprecher sein, die nahe dem Werkhof leben», sagt die Wattenwilerin. «Aus gesundheitlichen Überlegungen und aus Gründen des Landschaftsschutzes wollen wir dort keine Mobilfunkanlage – und erst recht keine 5G-Antenne», betont Elisabeth Buchs.

Dass die Antenne auf dem Areal der Gemeinde vorgesehen ist, hat seinen Grund. Einerseits will die Gemeinde ihre Infrastruktur-Versorgungspflicht erfüllen, andererseits besteht zwischen der Gemeinde und der Swisscom AG seit 2012 ein Vorvertrag für den Bau einer Mobilfunkanlage an diesem Standort.

Frequenzen entscheidend

«Baugesuche werden technologieneutral eingegeben», ergänzt Swisscom-Mediensprecherin Sabrina Hubacher. Angegeben würden jedoch die Frequenzen. «Denn diese und die strengen Strahlenschutzgrenzwerte sind entscheidend und nicht die ­Mobilfunkgeneration wie 4G oder 5G.» Die Frequenzen seien in der Projektänderung angepasst ­worden. Gemäss BVE-Akten liegen diese neu bei 3400 statt 2600 Megaherz.

Für die Gemeinde Wattenwil bleibt das Problem weiterhin ungelöst. «Wir haben keinen verlässlichen Swisscom-Handyempfang», sagt Gemeindepräsident Peter Hänni. Und: «Es ist uns wichtig, dass die Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung eingehalten werden.»

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