So viele Teilnehmer wie noch nie am Survival Run

Thun

Es ist nass, es ist kalt, es ist schlammig: Der Survival Run ist nicht eben ein Wellnessausflug. Dennoch nahmen am Sonntag fast 3700 Läuferinnen und Läufer daran teil – neuer Rekord.

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Startest du mit einer Jacke?» – «Ich werde keine Kappe tragen, denn sonst werde ich schwitzen, und das ist nicht gut.» – «Ich trage lieber keine Uhr während des Runs.»: Aussagen der drei Politthuner – wer was sagte, ist der Redaktion bekannt – Raphael Lanz (Stadtpräsident), Matthias Wiedmer (Stadtratspräsident) und Roman Gimmel (Gemeinderat) kurz vor dem Start zum diesjährigen Survival Run.

Man ahnte es: Die drei oberen Thuner politisierten für einmal nicht, sondern trafen sich, um erstmals den legendären Survival Run unter die Füsse zu nehmen. Stadtratspräsident Wiedmer bekam den Anlass übrigens von Raphael Lanz geschenkt unter dem Motto: «Ich möchte dir unvergessliche Stunden auf dem Thuner Waffenplatz bieten. Deshalb freue ich mich, mit dir zusammen den Survival Run zu absolvieren.»

Der diesjährige Survival Run war der erfolgreichste, seit es ihn in Thun gibt: Es kamen gegen 3700 Personen an den Anlass für «unerschrockene Läufer», welche vor allem spektakuläre Hindernisse in Kauf nahmen und sprichwörtlich durch den Dreck laufen mussten. Besonders hoch war mit 42 Prozent der Frauenanteil. Markus Ryffel, Lauf­legende sowie Organisator des Anlasses, zeigte sich mehr als stolz über die Rekordbeteiligung und speziell auch darüber, dass die «Thuner Obrigkeit» selbst das Rennen absolvierte: «Das widerspiegelt für mich die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt. Man steht hinter diesem Anlass», freute er sich.

Ebenso lobte Ryffel, dass es möglich sei, den Anlass auf dem Militärgelände durchführen zu dürfen. Waffenplatzkommandant Hans-Ulrich Haldimann sagte hierzu: «Der Waffenplatz ist zwar Militärgelände, doch er gehört auch zum Naherholungsgebiet, das wir nach unseren Möglichkeiten gerne der Bevölkerung zur Verfügung stellen.»

Nach der Erfrischung vor dem Lauf hiess es für die Herren Lanz, Wiedmer und Gimmel, an den Start zu gehen. «Jetzt bin ich nicht mehr nervös.» – «Gell, wir laufen nicht gemeinsam?» – «Ich trage einen Strumpf unter den Socken, damit es keine Blasen gibt.» So der Tenor. Und weg waren die drei: Neun Kilometer unter anderem durch Hindernisse im Schlamm, Dreck und Wasser und über einen Autoreifenparcours waren angesagt.

Die drei hohen Thuner Politiker waren schnell: Allen voran Stadtpräsident Raphael Lanz, der das Ziel in fast einer Stunde erreichte, gefolgt von Gemeinderat Roman Gimmel. Ein paar Minuten mehr brauchte Thuns Stadtratspräsident Matthias Wiedmer. Er zeigte sich im Ziel sehr zufrieden: «Ein wirklich schönes Erlebnis.» Roman Gimmel meinte: «Es hätte schlimmer sein können.»

Auch Raphael Lanz war begeistert, obschon: «Nun, ich machte einen leichten Misstritt.» Wenn also der Thuner Stadtpräsident heute Montag im Rathaus nicht ganz wie üblich «Schritt halten» könnte, dann wäre das nicht politisch bedingt, sondern wegen seines eindrücklichen Erlebnisses, am diesjährigen Survival Run teilgenommen zu haben.

Thuner Tagblatt

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