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Streit in der Unia schade allen Gewerkschaften

Die Vorgänge bei der Unia sind ein «leidiges Thema».

In Schräglage: Die Unia Berner Oberland – im Bild der Sitz an der Aarestrasse in Thun. Foto: Michael Gurtner
In Schräglage: Die Unia Berner Oberland – im Bild der Sitz an der Aarestrasse in Thun. Foto: Michael Gurtner

Der Ruf der Unia hat gelitten. Unrühmlicher Höhepunkt war die Delegiertenversammlung der Unia Berner Oberland vor einer Woche. Präsident Hans Ulrich Balmer kritisierte die Unia-Zentrale, verliess die Versammlung im Thuner Hotel Freienhof und wurde abgewählt – ohne dass ein neuer Präsident gewählt wurde.

Ein Streitpunkt war die Leitung der Unia Berner Oberland. Zentrale und Basis konnten sich nicht einigen, und die Basis wählte eine Co-Leitung, die von der Zentrale nicht akzeptiert wurde. Sie setzte einen Interimsleiter ein. Dieser – so kritisiert Balmer – habe die Regionalstelle «gesäubert».

Schlecht für das Ansehen

Die Unia Berner Oberland ist Mitglied des Gewerkschaftsbundes Thun (GTB). Was sagt man dort zu den Vorgängen. «Der Gewerkschaftsbund Thun äussert sich grundsätzlich nicht zu den inneren Angelegenheiten seiner Mitgliedsorganisationen», erklärt GTB-Vizepräsident Beat Haldimann auf Anfrage.

Deutlichere Worte findet Roland Künzler, Präsident des Gewerkschaftsbundes Berner Oberland. Dort geniesst die Unia Berner Oberland Gastrecht. «Wir laden sie jeweils zu unseren Sitzungen ein.» Es sei ein «leidiges Thema», meint Künzler zu den aktuellen Vorgängen und spricht von «Kindereien». «Das schadet dem Ansehen der Gewerkschaften als Ganzes und erschwert unsere Arbeit.»

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