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Stimmungsvolle Bilder im Höchhus

Im Höchhus in Steffisburg sind in den kommenden Wochen Bilder von zwei Künstlerinnen – Helene Pflugshaupt und Ruth Schwob – zu bewundern.

Hans Suter präsentiert ein Selbstbildnis von Helene ­Pflugshaupt. Foto: Verena Holzer
Hans Suter präsentiert ein Selbstbildnis von Helene ­Pflugshaupt. Foto: Verena Holzer

Am 17. Juli wäre Pflugshaupt 125-jährig geworden. Grund genug für das Kunstsammlerpaar Hans und Marlis Suter, eine Auswahl seiner Bilder von der Künstlerin, mit welcher sie jahrelang befreundet gewesen waren, im Höchhus der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das eindrückliche Lebenswerk der einfühlsamen Künstlerin. Mit Vorliebe hat sie Menschen im Alltag gemalt – insbesondere Kinder, Mütter mit ihren Kindern, junge Frauen und Familien. «Sie war eine fröhliche Frau, aber ihre Kinder hat sie selten lachend gemalt», weiss Hans Suter. Die Gesichter und Posen sind ausdrucksstark und lebensnah, obwohl die Künstlerin zuerst auf die Details in den Gesichtern verzichtete und später Gesichtszüge nur noch andeutete oder ganz wegliess.

Luftige Farbkompositionen

Helene Pflugshaupt schuf aber ebenso stimmungsvolle Bilder, unter anderem vom Berner Oberland, vom Tessin und von Venedig. Mit kräftigen Farben hat die Künstlerin fein strukturierte, luftige Kompositionen geschaffen. Ihr Selbstbildnis wie auch das Gemälde ihrer Familie beeindrucken mit faszinierender Ausstrahlung und natürlicher Eleganz. Andere Bilder wiederum beweisen, dass Helene Pflugshaupt auch eine gute Zeichnerin gewesen ist.

Von Lausanne nach Paris

Nach einem Aufenthalt in Lausanne zog die 1919 in Süddeutschland geborene Ruth Schwob-Bloch nach Paris. Durch die Heirat mit Alexis Schwob wurde sie Schweizerin und lebte viele Jahre in Bern. Sie war ebenfalls mit Hans und Marlis Suter befreundet und kannte Helene Pflugshaupt durch das kreative Schaffen. Auf ihren Reisen nach Frankreich, Italien und Spanien hat Ruth Schwob-Bloch zahlreiche Eindrücke gesammelt, welche die Künstlerin daheim mit Öl- oder Aquarellfarben festgehalten hat.

Auch sie hat mit Vorliebe Menschen gemalt – sinnierende, träumerische und in Gedanken versunkene Menschen in ihren Räumen. Auch hier kommt eine bewundernswerte Harmonie zum Tragen. Das Sujet wird durch dezente Farbkombinationen hervorgehoben. Die stimmigen Landschaftsbilder und grosszügigen Strandszenen sind dank grossflächiger Formen und sanfter Farben eine Augenweide.

Alle ausgestellten Werke von Helene Pflugshaupt sowie vier Werke von Ruth Schwob sind im Besitz von Hans und Marlis Suter. Die andern Bilder stammen aus dem Nachlass von Ruth Schwob.

Die Vernissage ist am Samstag, 31. August, um 17 Uhr im Saal der Kirche Glockental.Die Ausstellung im Höchhusdauert bis 29. September,Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr.www.sammlung-suter.ch

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