Sterchi folgt wohl auf Epprecht

Uttigen

Das Gemeindeprä­sidium wechselt von der SP zur SVP. Das ist keine Überraschung, sondern in Uttigen seit Jahrzehnten Tradition. Allerdings gibt da noch einen Vorbehalt.

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Andreas Epprecht war acht Jahre Gemeindepräsident von Uttigen – wegen der Amtszeitbeschränkung auf zwei Legislaturperioden kann der SP-Vertreter kein weiteres Mal kandidieren. Weil SP und SVP seit Jahrzehnten abwechselnd den Gemeindepräsidenten stellen, ist die Reihe nun an den Bürgerlichen, die Markus Sterchi aufgestellt haben. Er war Ende 2005 in den Gemeinderat gewählt worden und gehörte dem Gremium bis Ende 2013 an, zuletzt als Gemeindevizepräsident. Sterchi hat den Wahlsieg also auf sicher – zumindest theoretisch.

Gibts eine Überraschung?

Während die Namen der Kandidierenden für den im Proporzverfahren zu wählenden Gemeinderat mindestens zehn Wochen vor der Wahl bei der Gemeindeschreiberei eingereicht werden müssen, gibt es beim Majorzwahlverfahren für das Gemeindepräsidium keine solche Bestimmung. Mit anderen Worten: Am Wahlsonntag vom kommenden 26. November können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme für jede Person abgeben, die in Uttigen das aktive und passive Wahlrecht hat.

Bleibt das Gleichgewicht?

Nicht nur beim Gemeindepräsidium herrscht seit je ein Gleichgewicht zwischen den beiden Ortsparteien, sondern auch bei den restlichen sechs Sitzen in der Exekutive. Seit Jahrzehnten ist das Lager der SVP- respektive SP-Anhänger im Dorf etwa gleich gross, sodass die beiden Ortsparteien über je drei Sitze im Gemeinderat verfügten. Ob sich an diesem Gleichgewicht etwas geändert hat, wird sich im Verlauf des 26. November zeigen.

Drei Bisherige, drei Neue

Zu Gemeinderatswahlen treten von der SVP die Bisherigen Marcel Burkhard-Wenger (Ressort Gesundheit und Soziales) und Markus Schertenleib-Damelico (Ressort Wasser und Bau) an sowie als Neue Philipp Gafner-Zimmermann und Katjana Senn. Bei der SP möchte einzig Andreas Reber (Ressort Bildung) wiedergewählt werden. Als Neue sind Karin Eggimann und Irene Plüss-Meyer auf der Liste der SP. «Wir wollen den Leuten die Möglichkeit geben, unter den Kandidierenden auf unserer Liste wählen zu können», sagte Klaus Münger, Präsident der SVP Uttigen, auf Anfrage. «Dass wir drei Männer und eine Frau portieren, bedeutet nicht, dass wir einen Sitz dazu gewinnen möchten.»

Frauen wieder dabei

Auch die SP hätte gerne mehr als drei Personen aufgestellt, wurde aber nicht fündig, wie Präsident Daniel Schenk erklärte. «Es war uns wichtig, dass wieder eine Frau im Gemeinderat ist, dies hat in den letzten Jahren gefehlt.» Mit zwei Frauen im Dreierticket werde sichergestellt, dass die Frauen wieder in der Exekutive vertreten sein werden.

Weiter werden am 26. November die Mitglieder der Schul- sowie der Bau- und Wasserkommission gewählt.

Kandidierende Schulkommission
SV:
Michael Indermühle, Matthias Müller (parteilos), Mahela Pelzner (parteilos), Stefanie Pulver-Spring, Nina Schulthess-Hauert (parteilos), Christian Suter-Liechti (parteilos).
SP: Jasmine Waber (parteilos, bisher), Chantal Engel (parteilos, neu), Daniela Wyttenbach (parteilos, neu), Andreas Jost (parteilos, neu), Sascha Liechti (parteilos, neu).

Kandidierende Bau- und Wasserkommission
SVP:
Beat Böhlen-Moser (bisher), Andreas Holzer-Maurer (bisher), Jens Pelzner (parteilos), Stefan Roth, Severin Waber (parteilos).
SP: Marcel Wegmüller (parteilos, neu), Thomas Wehrle (parteilos, neu), Simon Künzi (parteilos, neu), Beat Fankhauser (parteilos, neu), Heinz Müller (parteilos, neu).

Thuner Tagblatt

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