Stadt will Verkehrssicherheit auf dem Strättlighügel verbessern

Thun

Eine externe Analyse ergab Handlungsbedarf. Im Sommer 2020 sollen Massnahmen umgesetzt werden.

Eine Untersuchung ergab, dass im Strättlighügel-Quartier oft zu schnell gefahren wird. Foto: Johanna Bossart (Symbolbild)

Eine Untersuchung ergab, dass im Strättlighügel-Quartier oft zu schnell gefahren wird. Foto: Johanna Bossart (Symbolbild)

Fährt ein Auto oder ein anderes motorisiertes Fahrzeug durch das Strättlighügel-Quartier, dann ist es mit grösster Wahrscheinlichkeit das eines Anwohners oder einer Anwohnerin. Und: Er oder sie ist in der dortigen Tempo-30-Zone überdurchschnittlich oft zu schnell unterwegs.

Das ergab die Untersuchung eines Verkehrsplanungsbüros, das die Situation im Quartier genauer unter die Lupe nahm. Die Stadt hatte die Analyse auf ein überparteiliches Postulat hin in Auftrag gegeben.

«Nicht alarmierend»

«Die Untersuchungen haben ergeben, dass lediglich 7 Prozent des Verkehrs auf dem Strättlighügel Durchgangsverkehr ist», liefert Stadtingenieur Rolf Maurer die Zahlen dazu. Und er relativiert: «Auch wenn die Erhebung zeigt, dass hier Tempo 30 im Vergleich mit anderen Stadtgebieten häufiger übertreten wird, ist die Situation keineswegs alarmierend.»

Dennoch: Die Werte veranlassen die Stadt zu handeln. «Das Büro hat nicht nur die Verkehrsmengen und Geschwindigkeiten aller Fahrzeugtypen über eine längere Zeit gemessen und ausgewertet, sondern auch Geometrieaufnahmen der heiklen Strassenabschnitte gemacht und uns Lösungsvorschläge samt Kostenschätzungen unterbreitet», erklärt Rolf Maurer.

Insgesamt liess sich die Stadt diese Arbeiten 33000 Franken kosten. «Es war aber auch ein recht grosser Aufwand, den das Büro leisten musste», sagt Maurer zum stolzen Betrag.

Breitere Trottoirs

Aufgrund der Vorschläge arbeitet das Tiefbauamt nun ein Baugesuch mit sechs Massnahmen aus. Konkret geht es dabei um verschiedene Trottoirverbreiterungen: Zum einen beim Fussgängerstreifen, welcher vom Moosweg in den Steinhaufenweg führt, dann eingangs Ribigasse, um den Beginn der Tempo-30-Zone noch deutlicher hervorzuheben, sowie bei der Fussgängerquerung oberhalb vom Alten Gwattstutz.

Weitere Massnahmen sind Bodenmarkierungen bei der Kreuzung Grenzweg-Gwattegg, um den dortigen Rechtsvortritt deutlich zu machen, sowie eine «markierungstechnische» Verbreiterung des Trottoirs an dieser Stelle. Zudem sollen auf der Gwattegg und auf dem Grenzweg entlang der Strasse Fussgängerlängsstreifen am Boden markiert werden.

Rolf Maurer rechnet damit, dass die Massnahmen nach dem Baubewilligungsverfahren im kommenden Sommer umgesetzt werden können. Der Gemeinderat hat bereits einen entsprechenden Verpflichtungskredit in der Höhe von 175000 Franken bewilligt. (don)

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