Thun

Stadt will Miliz-Feuerwehr beibehalten

ThunDas Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Allmendingen braucht eine Neuordnung. Die Stadt sagt Ja zur Milizfeuerwehr und will die Neuordnung in Etappen umsetzen.

<b>Beim regionalen Ausbildungszentrum RFA</b> in Allmendingen kann die Thuner Milizfeuerwehr, aber auch andere Wehren den Ernstfall üben. Der Thuner Gemeinderat will nun auf dem Gelände bauliche Anpassungen vornehmen.

Beim regionalen Ausbildungszentrum RFA in Allmendingen kann die Thuner Milizfeuerwehr, aber auch andere Wehren den Ernstfall üben. Der Thuner Gemeinderat will nun auf dem Gelände bauliche Anpassungen vornehmen. Bild: zvg

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«Der Gemeinderat hat zur Zukunft der Feuerwehr eine Standortbestimmung gemacht», schildert der Thuner Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP), Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales. Er bekenne sich zur «möglichst langen» Beibehaltung der Milizfeuerwehr. «Eine Berufsfeuerwehr käme um ein Mehr­faches teurer als das bestehende System», ergänzt Reto Keller, Abteilungsleiter Sicherheit.

Der Gemeinderat hat sich deshalb auch für die Beibehaltung des regionalen Ausbildungszen­trums RFA in Allmendingen ausgesprochen. Damit weiterhin ein zeitgemässer Betrieb möglich ist, müssen auf dem Gelände aber bauliche Anpassungen vorgenommen werden. Dazu läuft derzeit das Bewilligungsverfahren. Bewilligungsbehörde ist das Regierungsstatthalteramt.

RFA bewährt sich

«Eine regelmässige, zeitgemässe Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrleute ist richtig und wichtig», sagt Siegenthaler. Das Ausbildungszentrum bewähre sich wegen seiner peripheren und trotzdem verkehrsgünstigen Lage.

Es dient aber nicht nur der Thuner Feuerwehr, sondern wird gegen Entgelt auch von anderen regionalen Wehren genutzt. So war das Zentrum zum Beispiel im vergangenen Jahr an 129 Tagen belegt. «Mit der Neuordnung soll es aber kein nationales Ausbildungszentrum werden», betont Peter Siegenthaler.

Umgehend bis später

Die Baupublikation listet fünfzehn Punkte auf, die für die Neuordnung wichtig sind. Einiges soll «umgehend» umgesetzt werden, so etwa der Rückbau der Grube für Grosstierrettung. Sie war nicht bewilligt. Eine Fertigstellung wäre sehr aufwendig. An­gegangen wird das Aufstellen von Materialcontainern beim Kran­element mit Anbau für Absturz­sicherung an Hochhäusern.

Noch ungelöst ist die gesetzlich vor­geschriebene energetische Sanierung beim Garderobenanbau. Bis zur definitiven Lösung soll ein Provisorium entstehen. Die Baugesuche für die Brandübungsanlagen und die Garage für das Tanklöschfahrzeug dienen einzig der Legalisierung von Bestehendem.

Zurzeit werden die genauen Kosten ermittelt. Es dürften aber mehrere Hunderttausend Franken werden. Finanziert werden sie über die bestehende Spezial­finanzierung. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.03.2018, 16:54 Uhr

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