Zum Hauptinhalt springen

Stadt und Kanton messen den Verkehr

Der Gegenwind gegen das Einbahnregime in der Thuner Innenstadt hält an. Jetzt wollen die Stadt und der Kanton neue Fakten. Sie zählen die Autos.

Marco Zysset
Verkehrszählungen sollen Klarheit über das Verkehrsaufkommen in der Thuner Innenstadt schaffen – insbesondere im Bereich zwischen Maulbeerkreisel und Lauitor.
Verkehrszählungen sollen Klarheit über das Verkehrsaufkommen in der Thuner Innenstadt schaffen – insbesondere im Bereich zwischen Maulbeerkreisel und Lauitor.
Archiv/Michael Gurtner

Seit der Bypass Thun-Nord und insbesondere das Einbahn-Regime auf den aarequerenden Achsen in der Thuner Innenstadt in Betrieb sind, steht namentlich ebendieses Einbahnregime hart im Gegenwind. Zuletzt wurde am rechten Seeufer vom ehemaligen Oberhofner Grossrat Thomas Heuberger (Grüne) – gemeinsam mit weiteren Vertretern des rechten Seeufers – eine Online-Petiton lanciert. Titel: «Verkehrsmisere infolge Fehlplanungen am rechten Thunerseeufer», bis dato haben sie gut 2800 Personen unterzeichnet.

Die zentrale Forderung: Aufhebung des Einbahnregimes am Lauitor in Thun; rasche Neuplanung der Verkehrsflüsse rund um den Lauitorkreisel vom rechten Thunerseeufer in die Stadt Thun und nach Bern. Dies, nachdem Heuberger und seine Mitstreiter bereits im Sommer eine Petition mit gut 1000 Unterschriften in Thun deponiert hatten - mit der Botschaft: Die Verkehrslage für die Betroffenen am rechten Seeufer sei «absolut untragbar, mit schwersten Nachteilen behaftet und diskriminiert sie in vielfacher Hinsicht.»

Autos werden gezählt

Nachdem auch der Bernische Grosse Rat in der abgelaufenen Session ein ein Postulat angenommen hatte, das das Einleiten von «Verbesserungsmassnahmen» anregte, reagieren nun Stadt und Kanton und künden Verkehrsmessungen an. Der Kanton Bern und die Stadt Thun wollen demnach die Wirkungskontrolle des Verkehrsrebimes vertiefen und erweitern.

Konkret sind zu Beginn des nächsten Jahres weitere Verkehrsmessungen vorgesehen. Gemäss einer gemeinsamen Medienmitteilung von Stadt und Kanton waren sie schon länger geplant und sollen Aufschluss geben über die Entwicklung des Verkehrsaufkommens und der effektiven Fahrzeiten auf verschiedenen Verkehrsachsen in Thun und Steffisburg vor und nach Inbetriebnahme des Bypass Thun Nord. Zudem wird die Achse Hofstettenstrasse-Lauitor-Burgstrasse-Berntor vertieft betrachtet – mit dem Ziel, der zeitweisen Staubildung im Bereich Lauitor auf den Grund zu gehen.

Forum wird reaktiviert

Die Ergebnisse der Verkehrsmessungen werden anschliessend in einem Forumsprozess mit den umliegenden Gemeinden, Verkehrsorganisationen, politischen Parteien und weiteren Beteiligten analysiert und diskutiert. Gestützt auf Fakten und im Licht der anvisierten Ziele gelte es, die Verkehrsführung zu prüfen, schreiben Stadt und Kanton. Dafür soll das Forum, das seinerzeit die Erarbeitung der Gesamtverkehrsstudie der Agglomeration Thun begleitet hat, reaktiviert werden. Es wird zudem ergänzt mit Vertretenden jener Gruppierungen, die das Verkehrsregime in Frage stellen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch