Schutzräume werden überprüft

Ab 2019 werden in 15 Gemeinden des Thuner Westamtes die Schutzräume und das vorgeschriebene Material überprüft. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

Blick in einen Zivilschutzraum: Im Westen von Thun wird ab 2019 die Tauglichkeit der Räume überprüft.

Blick in einen Zivilschutzraum: Im Westen von Thun wird ab 2019 die Tauglichkeit der Räume überprüft. Bild: Melanie Duchene

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Das Bundesgesetz sieht vor, dass die Behörden mindestens alle zehn Jahre sämtliche Schutzräume inspizieren und eine Mängelliste erstellen müssen. Mit dieser periodischen Schutzraumkontrolle (PSK) wird die Betriebsbereitschaft überprüft und sichergestellt. Zudem werden alle bestehenden Räume in der Anzahl und Lage erfasst, damit der sogenannte Zuweisungsplan angepasst werden kann. Die 15 Gemeinden, die der Zivilschutz­organisation Thun-Westamt mit Sitz in Uetendorf angehören, müssen diese Kontrollen in den Jahren 2019 und 2020 durch­führen.

Dabei kann jede Gemeinde selber darüber befinden, ob die Kontrollen durch eine externe Firma, die Zivilschutzorganisation oder durch den zuständigen Bauverwalter durchgeführt werden sollen. Die Vorbereitungen für die obligatorischen Kontrollen haben in einigen Gemeinden bereits begonnen.

26 000 Plätze für 23 500 Leute

In den Mitgliedergemeinden Am­soldingen, Blumenstein, Burgistein, Gurzelen, Forst-Längenbühl, Pohlern, Reutigen, Sefti­gen, Stocken-Höfen, Thierachern, Uebeschi, Uetendorf, Uttigen, Wattenwil und Zwieselberg leben heute rund 23 500 Personen. Ihnen stehen im Katastrophenfall derzeit insgesamt 26 110 öffentliche und private Schutzräume zur Verfügung. Für den Unterhalt der öffentlichen Schutzräume ist die betreffende Gemeinde zuständig.

Zur Ausrüstung gehören unter anderem das Material für Liegestellen und Notaborteinrichtungen. Dieses Material muss im Gebäude oder auf dem Areal gelagert werden, auf dem sich der Schutzraum befindet. Für den Zustand der Schutzräume und die Ausrüstung sind die Liegenschaftsbesitzer verantwortlich.

Das Resultat der geplanten PSK kann drei unterschiedliche Beurteilungen ergeben: tauglich, mangelhaft oder nicht mehr tauglich. Tauchen Mängel auf, erhalten die Liegenschaftsbesitzer eine Frist zur Behebung. Wird der Schutzraum als nicht mehr tauglich eingestuft, wird er abgeschrieben und aus der Schutzplatzbilanz gestrichen. Eigentümer, die ihren Schutzraum im eigenen Haus behalten möchten, haben spätestens nach der Kontrolle die Möglichkeit, wenn notwendig, den Raum und das Material wieder nach Vorschrift herzustellen.

ZSO sagt, wer wo unterkommt

Damit alle Bürger wissen, wohin sie sich im Katastrophenfall begeben müssen, wird nach dieser Kontrolle der Schutzräume für das ganze Gebiet ein neuer Zuweisungsplan erstellt. Im Gegensatz zu der PSK, für deren Durchführung die einzelnen Gemeinden verantwortlich sind, ist für diese Zuweisung der Zivilschutz verantwortlich.

Die Leitung der Organisation und die Koordination obliegen dem Kommandanten der ZSO Thun-Westamt Erich Walther, dem Bereichsleiter Sicherheit der Gemeinde Uetendorf.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.09.2017, 12:28 Uhr

Zivilschutzorganisation Thun-Westamt

Es sind total 426 Personen eingeteilt

Die ZSO Thun-Westamt ist für Notfälle sowie für besondere Einsätze für die 23 500 Bürge­rinnen und Bürger der 15 an­geschlossenen Gemeinden (vgl. Haupttext) zuständig. Im Fall von Nachbarhilfe können die Mitglieder in Not- und Katastrophenfällen ihre Hilfe auch auf dem Gebiet angrenzender Gemeinden anbieten. Als Unterstützung für die Feuerwehr Thierachern Regio kam der Zivilschutz zum Beispiel bei den Grossbränden von zwei Bauernhäusern in Thierachern und Höfen im Januar 2016 zum Einsatz für die Verkehrskontrolle, das Liefern und Aufstellen eines Zeltes und das Aufstellen von Beleuchtungsmitteln.

Derzeit sind total 426 Personen eingeteilt, wie Erich Walther, Kommandant der ZSO Thun-Westamt, sagt: «Rund 250 Personen sind dabei aktiv und leisten zwei bis zehn Tage Dienst pro Jahr.» Die restlichen Mitglieder der Organisation sind in der Personalreserve eingeteilt und leisten nur bei einem ­Notfall ihren Dienst.dsu

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