Schulhaus steht zum Verkauf

Sigriswil

Das Schulhaus Reust kann verkauft werden. Diesen Beschluss hat die ­Gemeindeversammlung ­oppositionslos gefasst. Das Gebäude wird jetzt öffentlich ausgeschrieben.

Die Bürger sagten Ja: Die Gemeinde Sigriswil kann das ehemalige Schulhaus Reust verkaufen.

Die Bürger sagten Ja: Die Gemeinde Sigriswil kann das ehemalige Schulhaus Reust verkaufen.

(Bild: Stefan Kammermann)

«Wir haben eine Liegenschaftstrategie entwickelt», sagte Gemeinderat Ferdinand Oehrli. Damit leitete er an der Gemeinde­versammlung von Sigriswil zum Traktandum «Verkauf Schulhaus Reust» über.

Die Strategie beabsichtige, gemeindeeigene, defizitäre Liegenschaften, die in absehbarer Zeit sanierungsbedürftig sind, zu veräussern. «Jetzt ist eben das Schulhaus Reust dran», so der Finanzvorsteher weiter.

Seit Februar 2017 sei das Gebäude nicht mehr vermietet. Die ehemalige Schulstube sei zwar bislang als Versammlungslokal von der Bevölkerung in Reust genutzt worden. «Wir haben diesbezüglich eine Ersatzlösung gefunden», betonte Oehrli.

Der Gemeinderat beantrage deshalb, das ehemalige Schulhaus aus dem Jahr 1883 mit dem 1995 realisierten Anbau zu verkaufen und das Mindestangebot auf 600 000 Franken festzulegen.

Die 52 anwesenden Stimmberechtigten folgten dem Antrag und hiessen den Schulhausverkauf oppositionslos gut. Das Gebäude wird nun öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben.

Rechnung deutlich im Plus

Mit einem deutlichen Ertragsüberschuss von 877 800 Franken schliesst die Jahresrechnung 2016 ab. Dies bei einem Gesamtaufwand von 30,15 Millionen Franken. Das Budget rechnete ­lediglich mit einem Plus von 110 400 Franken.

Zum deutlich besseren Ergebnis beigetragen haben vorab höhere Erträge aus den Einkommenssteuern. Diese fielen mit 9,4 Millionen um 603 000 Franken höher aus als vorgesehen.

Zudem hat der Verkauf einer gemeindeeigenen Parzelle für 225 000 Franken weiter zum positiven Ergebnis beigetragen. Investiert hat die Gemeinde im vergangen Jahr 1,8 Millionen Franken.

«Diese Zahlen sind flott und wunderbar», meinte Ferdinand Oehrli. Damit beläuft sich das Eigenkapital der Gemeinde neu noch auf 19 Millionen Franken. Die Anwesenden geneh­migten die Jahresrechnung einstimmig.

Ebenfalls gutgeheissen wurde das Reglement über die Spezial­finanzierung Werterhalt für die Liegenschaften im Finanzvermögen.

Weiter hiessen die Stimmberechtigten einen Kredit von 350 000 Franken für Strassen­sanierungen im Mattikehr, am Bösenzelgweg und am Traubenweg gut.

Abgerechnet wurde im Weiteren der Kredit für das Beheben der Unwetterschäden im Juni 2015. Dieser schliesst mit Ausgaben von 423 800 Franken ab und liegt damit um 41 000 Franken unter dem im September 2015 an der Gemeindeversammlung bewilligten Kredit.

Rund 185 000 Franken davon wurden von Bund und Kanton subventioniert. 238 000 Franken musste die Gemeinde am Schluss noch selber bezahlen.

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