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Schule erntet Kritik wegen speziellen Stelleninserats

Ein attraktiverer Job dank wenigen Kindern mit Migrationshintergrund: Dies verspricht ein Stelleninserat aus einer Thuner Schule.

Gabriel Berger
Das Stelleninserat schlug hohe Wellen (Symbolbild).
Das Stelleninserat schlug hohe Wellen (Symbolbild).
iStock

«Wir bieten [...] überdurchschnittlich wenig Kindern mit Migrationshintergrund.» So steht es geschrieben in einem Stelleninserat für eine Lehrperson an der Primarschule Göttibach in Thun. «20 Minuten» hat am Wochenende darüber berichtet.

Die entsprechende Passage stösst auf Kritik: «Das ist problematisch und vermittelt falsche Signale», wird etwa Dagmar Rösler, Präsidentin des Lehrerverbands, zitiert. Die Ausschreibung suggeriert demnach, dass eine Stelle attraktiver ist, wenn wenig Ausländer an einer Schule zugegen sind. Auch Personalexperte Matthias Mölleney sagt: «Eine solche Aussage ist ein absolutes No-go.» Es sei nicht mehr sehr weit bis zum Rassismus.

Regine Gfeller, Schulleiterin der Primarschule Göttibach, hält fest, dass es sich lediglich um eine Sachinformation zum Stellenprofil handle. «Die Aussage ist überhaupt nicht wertend gemeint», so Gfeller. Dennoch wurde der fragliche Abschnitt inzwischen aus der Onlinestellenanzeige gelöscht. Auch der Thuner Schulkommissionspräsident Mark van Wijk hat sich vom Vorgehen distanziert und bedauert gegenüber «20 Minuten» die «unglückliche Formulierung».

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