Zum Hauptinhalt springen

Schon wieder ein Fassadenelement abgestürzt

Die Rampenstrasse und die herunterfallenden Fassadenelemente werden langsam, aber sicher zur unendlichen Geschichte. Am Dienstag wiederholte sich der Vorfall vom 29. August.

Die Mitarbeiter einer Gerüstbaufirma haben angefangen, die defekte Fassade einzugerüsten.
Die Mitarbeiter einer Gerüstbaufirma haben angefangen, die defekte Fassade einzugerüsten.
Marco Zysset
Am Dienstag (17.10.2017) sind an einem Gebäude in Thun mehrere Fassadenelemente abgebrochen (oben rechts).
Am Dienstag (17.10.2017) sind an einem Gebäude in Thun mehrere Fassadenelemente abgebrochen (oben rechts).
Marco Zysset
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Jürg Spielmann
1 / 11

Am Montag gingen auf der Frutigenstrasse zwischen Rampenstrasse und Maulbeerkreisel die Bauarbeiten weiter, womit der Verkehr stadteinwärts wieder über die Rampenstrasse umgeleitet wurde. Am Dienstag geriet die Fahrzeugekolonne aber erneut ins Stocken. Denn einmal mehr fiel ein gläsernes Fassadenelement von der Liegenschaft Bahnhofstrasse 12 herunter und zerbarst. Mindestens ein Auto wurde getroffen.

Über verletzte Personen ist nichts bekannt. «Die Rampenstrasse ist bis auf weiteres gesperrt, der Verkehr fliesst stadteinwärts wieder über die Frutigenstrasse», sagte Gemeinderat Konrad Hädener (CVP, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften) am Dienstag auf Anfrage. «Als wir die Rampenstrasse am 22 September wieder für den Verkehr freigaben, hatte uns die Pensionskasse Publica als Eigentümerin der Bahnhofstrasse 12 versichert, dass niemand gefährdet würde, wenn ein weiteres Element herunterfallen sollte.»

Es wurde ein Gerüst installiert, um zu verhindern, dass Scherben auf die Strasse fallen könnten. Wie der gestrige Vorfall zeigte, ist die Sicherung unge­nügend.«Wir wissen noch nicht im Detail, was am Dienstag passiert ist und warum die Sicherung ungenügend war», sagte Hädener weiter.

«Offenbar müsste das Gerüst weiter nach oben gezogen werden.» Wie auch immer: «Dieses Mal verlassen wir uns nicht auf die Angaben der Publica, sondern definieren selber, was zu tun ist. Erst dann geben wir die Rampenstrasse wieder frei.»

Die ganze Geschichte begann am 29. August. Damals waren drei Fassadenelemente heruntergefallen; die Rampenstrasse wurde vorübergehend gesperrt, die Baustelle auf der Frutigenstrasse gestoppt, und der Verkehr floss wieder in seinen gewohnten Bahnen.

Ganzes Haus eingerüsten

Die Pensionskasse Publica analysierte die Situation, war sich über die Schadenursache aber nicht im Klaren. Deshalb ist nach wie vor unklar, ob es sich um defekte Fassadenelemente gehandelt hatte oder um einen Konstruktionsfehler der ganzen Gebäudehülle. Spekuliert wird auch, dass das extrem trockene und heisse Wetter eine Rolle gespielt haben könnte.

«Der Vorfall vom Dienstag hat uns schockiert. Zugleich sind wir froh, dass niemand verletzt worden ist», sagte Christoph Gerber, Leiter Immobilien bei der Pensionskasse Publica. «Gestützt auf Informationen unserer Drittexperten waren wir überzeugt, mit den früher getroffenen Massnahmen alles Notwendige für die Sicherheit von Fussgängern und Verkehr getan zu haben.»

Nun würden umgehend weitergehende Massnahmen ergriffen: «Entweder entfernen wir die restlichen Teile der Fassade oder aber gerüsten das ganze Gebäude ein.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch