Schloss Schadau such neuen Gastro-Mieter

Im Frühjahr 2018 beginnen die Sanierungsarbeiten im Schloss Schadau. 2019 sollen sie abgeschlossen sein. Das Restaurant im Schloss soll mit einem neuen gastronomischen Konzept wiedereröffnet werden. Die Stadt sucht einen neuen Mieter.

Thuns Wahrzeichen sucht einen neuen Mieter: 2019 ist das Schloss fertig renoviert und das Restaurant soll mit einem neuen Konzept wiedereröffnet werden.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Thuns Wahrzeichen sucht einen neuen Mieter: 2019 ist das Schloss fertig renoviert und das Restaurant soll mit einem neuen Konzept wiedereröffnet werden.

(Bild: zvg)

Die Stadt Thun sucht einen neuen Mieter für den Gastronomieteil des Schlosses Schadau am Ufer des Thunersees. Das denkmalgeschützte Schlösschen soll nach einer umfassenden Sanierung im Frühsommer 2019 mit einem neuen gastronomischen Konzept eröffnet werden.

Der neue Mieter kann bei der Projektgestaltung mitwirken und seine Konzeptideen einbringen, wie die Stadt Thun am Mittwoch mitteilte. Wer den Zuschlag erhält, bestimmt die Stadt in einem zweistufigen, selektiven Verfahren. Die Bewerbungsfrist läuft bis am 9. März.

Seit vielen Jahren befinden sich im Schloss ein Feinschmecker-Restaurant und ein Gastronomiemuseum. Das Restaurant lockte bisher insbesondere gutbetuchte Kundschaft an, namentlich für Hochzeits- oder Geburtstagsfeste. Da das Gebäude in den kommenden Jahren saniert werden muss, will die Stadt bei dieser Gelegenheit das Schloss neu positionieren. Künftig soll ein breiteres Publikum angesprochen werden.

Ebenso soll das Schloss aber weiterhin ein Ort für gepflegte Anlässe, Bankette und Events bleiben, wie die Stadt Thun im vergangenen Herbst bekannt gab. In den oberen Etagen sollen künftig fünf bis acht Gästezimmer angeboten werden. Das bestehende Restaurant bleibt noch bis im Herbst in Betrieb. Im Frühling 2018 starten voraussichtlich die Sanierungsarbeiten. Rund ein Jahr später sollen sie fertig sein.

Das Thuner Stadtparlament hat letzten Herbst die für die Planung und Projektierung des Umbaus nötigen 339'500 Franken gesprochen. Im Herbst wird der Stadtrat dann über einen Ausführungskredit befinden. Die Kosten des Gesamtprojekts werden auf rund 10 Millionen Franken geschätzt.

Beliebtes Naherholungsgebiet

Mitte des 19. Jahrhunderts baute die Familie de Rougemont das Schlösschen nach dem Vorbild der Loire-Schlösser in Frankreich im Stil des romantischen Historismus mit Elementen englischer Tudor-Gotik und Renaissanceformen.

Der bodenständigen Thuner Bevölkerung gefiel das romantisch-verspielte Bauwerk damals gar nicht. Sie empfand es als architektonisches Monstrum. Reiseführer hingegen priesen das Schloss als «von Menschenhand geschaffene Perle». Seit 1925 gehört das Bauwerk der Stadt Thun. Der grosszügige, öffentliche Park ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Und das romantische Schlösschen am See mit Blick auf die Berner Alpen hat die Bevölkerung längst ins Herz geschlossen.

tpu

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