Schloss Schadau sinkt in Dornröschenschlaf

Thun

Die Umbauarbeiten im Schloss Schadau laufen: Am Montag begann die Montage einer Bauwand, die das Schloss umgeben wird.

<b>Schloss hinter Gittern:</b> Am Montag wurden erste Elemente einer Bauwand installiert, die das Schloss Schadau in der Bauzeit umgeben wird.

Schloss hinter Gittern: Am Montag wurden erste Elemente einer Bauwand installiert, die das Schloss Schadau in der Bauzeit umgeben wird.

(Bild: Michael Gurtner)

Trotz der derzeitigen Eiseskälte spriessen im Schadaupark wacker die Krokusse. Ganz so idyllisch wie in anderen Jahren wird es diesen Frühling allerdings nicht zu- und hergehen: In diesen Tagen beginnen nämlich die Umbauarbeiten im Schloss.

Am Montag teilte Regierungsstatthalter Marc Fritschi mit, dass er die Baubewilligung für die Innensanierung und Umnutzung erteilt hat. «Da keine Einsprachen geführt wurden, konnte der Regierungsstatthalter den vorzeitigen Baubeginn für Vorbereitungsarbeiten bewilligen», heisst es in der Mitteilung weiter. Die ersten solchen Arbeiten waren am Montag sichtbar: Beim Schloss wurden erste Teile einer Bauwand installiert.

Nicht alle Wege begehbar

Was es damit auf sich hat, teilte die Stadt am Montag in einem Communiqué mit. Darin wird betont: «Der Schadaupark – insbesondere der Weg entlang des Seeufers – bleibt grundsätzlich während der Bauarbeiten offen. Aus Sicherheitsgründen sind jedoch um das Schloss herum nicht ganz alle Wege begehbar.»

So diene etwa die Verbindung von der Kirche Scherzligen bis zum Schloss als Bauzufahrt und bleibe für Parknutzende gesperrt. Hinweistafeln informieren über die temporär eingeschränkte Nutzung der Wege.

«Damit die Bauarbeiten und der Installationsplatz vor dem Schloss die Idylle des Parks und die Besuchenden nicht zu stark beeinträchtigen», werde das Schloss mit der erwähnten Bauwand umgeben.

«Aus Sicherheitsgründen sind um das Schloss herum nicht ganz alle Wege begehbar.»Aus der Mitteilung der Stadt Thun

Diese wird voraussichtlich Mitte/Ende März mit einer mit Rosen gestalteten Plane überdeckt. Gemäss Medienmitteilung weist die Rosenmalerei «auf den Dornröschenschlaf des Schlosses hin». An drei Stellen auf der Bauwand kann man sich zudem über die Geschichte des Schlosses informieren und via Gucklöcher einen Blick hinter die Wand erhaschen.

Kosten: Knapp 10 Millionen

Die Stadt will das Schloss Schadau als Wahrzeichen neu positionieren (wir berichteten). Im November 2017 bewilligte der Stadtrat den Ausführungskredit für die aufwendige Innensanierung des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert. Die Gesamtkosten betragen knapp 10 Millionen Franken. Die historischen Oberflächen werden restauriert und gesichert, die Haustechnikanlagen erneuert.

Zudem will die Stadt den Gastronomiebetrieb optimieren und neu ausrichten, indem im Erdgeschoss eine Tagesküche eingebaut und in den Obergeschossen neun Gästezimmer eingerichtet werden. Die Anzahl Sitzplätze im Gastroteil bleibt gleich. Die Toilettenanlagen im Untergeschoss werden neu angeordnet, und im Südwestturm ist der Einbau eines Lifts vorgesehen.

Panorama nicht betroffen

«Das Thun-Panorama ist von den Bauarbeiten nicht tangiert und wie gewohnt geöffnet», heisst es in der Stadtmitteilung weiter. Auch der Spielplatz im Schadaupark bleibe während der Bauphase zugänglich. Eine Sanierung des Spielplatzes sei zudem in Vorbereitung und soll 2018/2019 umgesetzt werden.

Während der Sanierung des Schlosses will die Stadt Thun Führungen anbieten, die einen Einblick in die Bauarbeiten erlauben. Die Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt publiziert. Im Juni 2019 soll das neu sanierte Schloss mit dem Restaurant und den neuen Gästezimmern schliesslich von der Solbad Gastronomie AG wiedereröffnet werden.

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