Sanierung des Hafens Lachen wird auf die lange Bank geschoben

Thun

Einsprecher verzögern das 2,6-Millionen-Projekt um mindestens ein Jahr.

Bleibt vorerst so wie er ist: Der Thuner Hafen Lachen.

Bleibt vorerst so wie er ist: Der Thuner Hafen Lachen.

(Bild: Michael Gurtner)

Der Hafen Lachen ist in die Jahre gekommen. Die Stadt Thun wollte deshalb die ausserordentliche Seeabsenkung in diesem Winter nutzen, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Nun haben Anwohner dem Gemeinderat aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Im Rahmen des laufenden, ordentlichen Baubewilligungsverfahrens gingen Einsprachen gegen das Vorhaben ein, die nun behandelt werden», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. «Es sind mehrere Einsprecher», sagt Rolf Maurer, der Leiter des städtischen Tiefbauamts.

Die Kritik richte sich gegen gewisse Punkte beim geplanten Betrieb der Hafenanlage, sagt Maurer. Näher wollte er aufgrund des laufenden Verfahrens nicht Stellung nehmen. Um Kleinigkeiten kann es sich dabei aber kaum handeln, führten doch Einigungsverhandlungen noch nicht in allen Punkten zu einem Konsens.

Die Einsprachen haben Einfluss auf den Zeitplan. «Die Stadt hat entschieden, die Realisierung vorbehältlich der Baubewilligung um ein Jahr zu verschieben», steht weiter in der Medienmitteilung. Zusatzkosten entstehen durch die Umstände laut Maurer nicht. «Die ausserordentliche Seeabsenkung wäre eine günstige Gelegenheit für die Arbeiten gewesen», macht er aber klar.

Alles beim Alten

Für die Bootsbesitzer bleibt aufgrund der Verschiebung vorläufig alles beim Alten. Das Einwassern der Boote im Frühling 2020 wird wie gewohnt durch das Amt für Bildung und Sport organisiert. Eine neue Verordnung über die Bootsplätze sei im Hinblick auf die Sanierung im kommenden Jahr in Erarbeitung, schreibt die Stadt.

Das Sanierungsprojekt sieht vor, die Schwimmsteganlage zu ersetzen. Neu soll die Anlage mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgestattet sein und flexible Bootsplatzbreiten und Anbindelösungen ermöglichen. Ausserdem werden die Stege um 90 Grad gedreht, damit die Anlage besser an das Strandbad Thun und dessen Infrastruktur angebunden ist. Weiter sind eine neue Einwasserungsrampe, ein neuer Waschplatz und eine Fäkalienabsauganlage vorgesehen.

Überdies wird der Zugang künftig über einen parallel zum Strandbadweg verlaufenden Schwimmsteg und zwei Zugangsbrücken erfolgen. Mit 305 Bootsanlegeplätzen ist die Kapazität der Anlage neu leicht tiefer als heute (315). Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Franken.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt