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Sandro Lauper verlängert bis 2021

Der FC Thun gibt die Vertragsverlängerung mit U-21-Nationalspieler Sandro Lauper bekannt. Die Oberländer werten den Verbleib des umworbenen Akteurs als gutes Zeichen.

Der 20-jährige Mittelfeldspieler Sandro Lauper verlängert beim FC Thun um ein weiteres Jahr.
Der 20-jährige Mittelfeldspieler Sandro Lauper verlängert beim FC Thun um ein weiteres Jahr.
Patric Spahni
Nachdem er im YB-Nachwuchs ausgebildet wurde, stiess er im Januar 2015 zur U21 des FC Thun Berner Oberland und war ein Jahr später in der ersten Mannschaft. Im Bild in einer Partie gegen Vaduz nach seinem einzigen Tor der vergangenen Saison.
Nachdem er im YB-Nachwuchs ausgebildet wurde, stiess er im Januar 2015 zur U21 des FC Thun Berner Oberland und war ein Jahr später in der ersten Mannschaft. Im Bild in einer Partie gegen Vaduz nach seinem einzigen Tor der vergangenen Saison.
Patric Spahni
27 Pflichtspiele der Super League hat er bisher absolviert: Lauper (rechts) kommt ursprünglich aus Konolfingen. Sein vorheriger Vertrag war bis 2020 gültig.
27 Pflichtspiele der Super League hat er bisher absolviert: Lauper (rechts) kommt ursprünglich aus Konolfingen. Sein vorheriger Vertrag war bis 2020 gültig.
Patric Spahni
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Als der FC Thun vor einem Jahr im Trainingslager in Saanen weilte, war Sandro Lauper zwar kein Nobody mehr, immerhin hatte er in der Saison zuvor sechs Einsätze in der Super League absolviert. Aber einen festen Bestandteil der Mannschaft stellte er auch nicht dar. Er war: ein schlaksiger Jungspund, von dem in Zukunft einiges erwartet werden durfte, der sich jedoch erst beweisen musste.

Ein Jahr später, beim Empfang zum Start ins Trainingslager, steht Sandro Lauper am Dienstagabend in Saanen nicht mehr im Schatten anderer Thuner Akteure, sondern im Mittelpunkt. Sportchef Andres Gerber verkündet den Zuschauern – nicht ohne Stolz – die vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem 20-jährigen Mittelfeldspieler um ein Jahr bis 2021.

Am Mittwoch lässt Gerber verlauten: «Diese Vertragsverlängerung hat eine grosse Strahlkraft und wird ihre positive Wirkung bei Fans, Zuschauern und Sponsoren nicht verfehlen.» Lauper ist in zwölf Monaten zum Thuner Schlüsselspieler aufgestiegen. Sein Verbleib wird vom Klub als Zeichen gewertet, dass der FCT trotz alljährlichen Abgängen durchaus auch mal in der Lage sei, ein wichtiges Teammitglied halten zu können.

«Interesse diverser Klubs»

26 Partien bestritt der U-21-Nationalspieler letzte Saison in der Super League. Meist erweckte er dabei den Eindruck, schon lange im Geschäft zu sein. Der Konolfinger vermag das Spiel zu lesen, besticht am Ball mit Ruhe und Übersicht. Lauper habe das Interesse diverser grosser Klubs auf sich gezogen, sagt Gerber. YB ­etwa beschäftigte sich zeitweise mit einer Verpflichtung des Zentrumsspielers, der im Winter 2015 in der U-21 der Young Boys aussortiert worden war und in Thun Unterschlupf fand.

Lauper soll nicht die Ausnahme bleiben: «Wir haben eine super Mannschaft zusammen», sagt Gerber, der nach den Abgängen von Marco Bürki und Christian Fassnacht diesen Sommer keine Verkäufe von Stammspielern mehr vermelden möchte. Der Sportchef ist sich jedoch bewusst, dass es schnell gehen kann. Plötzlich legt ein potenterer Klub für einen Akteur eine ­Offerte vor, die er nicht ablehnen kann.

Gerüchte um Facchinetti

Zuletzt vermeldete der «SonntagsBlick», dass die Young Boys nach dem Abgang von Jan Lecjaks zu Dinamo Zagreb ein Auge auf Linksverteidiger Mickaël Facchinetti geworfen hätten. Gerber findet, es sei verständlich, würden sich Klubs mit dem offensivstarken Neuenburger beschäftigen, der letzte Saison an acht Treffern direkt beteiligt war.

Gerber hält derweil Ausschau nach einem Innenverteidiger. Eigentlich wollten die Oberländer die Saison mit Nicolas Bürgy und den Zugängen Elia Alessandrini und Miguel Rodrigues in Angriff nehmen. Da Letzterer jedoch noch mindestens eine Woche ausfallen dürfte, sehen sich die Oberländer zum Handeln gedrängt. «Wahrscheinlich werden wir einen Spieler verpflichten», sagt Gerber, der eine Schweizer Lösung bevorzugt.

Im letzten Testspiel gegen Xamax stellte Trainer Marc Schneider während einer Halbzeit den 17-jährigen Nachwuchsspieler Noah Uche sowie Mittelfeldakteur Nicola Sutter in der Innenverteidigung auf. Gerber attestiert den beiden eine gute Darbietung. Auch deshalb will er nichts überstürzen.

Auch Lauper könnte als Verteidiger agieren, vor einem Jahr startete er die Saison im Abwehrzentrum. Nun möchten die Oberländer diese Option nicht mehr in Betracht ziehen. Denn sie benötigen Sandro Lauper im zentralen Mittelfeld.

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