Samariter fusionieren

Region Thun

Die Samariter­vereine Fahrni und Buchholterberg haben sich aufgelöst. Die Mit­glieder arbeiten künftig im Samariterverein rechtes Zulgtal zusammen. Die Frauen und Männer kennen sich schon lange und mögen sich gut.

«18 Stimmen dafür, keine Enthaltung, keine Gegenstimme – somit habt ihr, liebe Samariterinnen und Samariter, einstimmig entschieden, den Samariterverein Buchholterberg nach 74 Jahren aufzulösen.» Andächtig blickt Präsidentin Brigitte Blaser in die Runde der ­Vereinsmitglieder, und diese überlegen sich, ob ein Applaus nun angebracht sei.

Was so ernst klingt, ist der Startschuss zu einer gemeinsamen Zukunft mit dem Samariterverein Fahrni. Gleichzeitig haben die Fahrner Vereinsmitglieder um Samariterlehrer Peter Egli entschieden, ihren Verein nach 60 Jahren ebenfalls aufzulösen. Anschliessend an diese bedeutungsvollen ausserordentlichen Vereinsversammlungen mit dem Haupttraktandum «Auflösung des Vereins» folgt nun die gemeinsame Neugründung.

Als Tagespräsidenten amten Therese Bähler und Kurt Locher, Samariterinstruktoren SSB. Zügig schreiten sie zum Traktandum «Gründungsakt des neuen Vereins». Hier wartet bereits die erste Überraschung: Die beiden gestandenen Aktivmitglieder Ueli Feuz aus Fahrni und Res Gugger aus Heimenschwand, welche seit Jahrzehnten aktiv bei den Samaritervereinen mitmachen, erzählen Anekdoten aus dem Vereinsleben. Geschichten, die ein Schmunzeln, ein herzhaftes Lachen oder ein nachdenkliches Nicken auslösen.

Beim feierlichen Gründungsakt wird der neue Name enthüllt: Samariterverein rechtes Zulgtal. Dieser Name soll aufzeigen, wo die Heimat des neuen Vereins liegt. Rund 40 Frauen und Männer haben beschlossen, auch in Zukunft aktiv mitzumachen, und heissen sich mit herzlichem Applaus gleich selber im Verein willkommen.

Skepsis überwunden

Am Festakt wird auf die gemeinsame Zukunft angestossen. Die Vereinsmitglieder kennen und mögen sich gut. Bereits vor zwei Jahren starteten sie mit gemeinsamen Fachübungen, Sanitätsdiensten und weiteren Anlässen in die Zukunft. «Anfangs war ich eher skeptisch», sagt Res Gugger schmunzelnd, «aber nun könnte ich mir eine Vereinsübung ohne die Fahrner gar nicht mehr vorstellen. Wir haben es richtig gut zusammen.»

Die Vereinsversammlung geht mit der Wahl des Vorstands entspannt weiter. Zukünftig amtet Brigitte Blaser als Präsidentin. Unterstützt wird sie von Vizepräsidentin und Samariterlehrerin Manuela Schneiter, Samariterlehrer Peter Egli, Sekretärin Karin Künzi, Kassierin Nicole Egli und den Beisitzern Peter Dummermuth, Fränzi Kramer und Ursula Maurer.

Gründungsfeier im Juni

Als Rechnungsrevisoren werden Sandra Nussbaum, Maike Seewer und Daniela Manz gewählt. Der Vorstand zeigt das Startkapital und den Wert des Inven­tars auf, ausserdem werden die Jahresbeiträge festgesetzt. Verschiedene Anträge müssen genehmigt werden, neue ­T-Shirts braucht der Verein, eine Weiterbildung für die Samariterlehrer steht an, und ein Beitrag an das Gründungsfest vom 2. Juni soll bewilligt werden. Auch in Zukunft werden die Jungsamariter – die Helpgruppe rechtes Zulgtal – vom Verein unterstützt. Alle Anträge werden von der Vereinsversammlung durchgewinkt.

«Ich bin so gerührt von eurer Unterstützung, mir fehlen die Worte», schloss eine sichtlich erleichterte und glückliche Präsidentin diese denkwürdige Vereinsversammlung ab.

www.sv-rechtes-zulgtal.ch

pd

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