Unterlangenegg

Rote Zahlen im Budget

UnterlangeneggKnapp 121'500 Franken fehlen der Gemeinde im Voranschlag für das kommende Jahr. Dies bei Aufwendungen von 4,217 Millionen Franken. Dank einem guten Polster ist das Budgetdefizit tragbar.

Das Budget blieb an der Versammlung in Unterlangenegg unbestritten.

Das Budget blieb an der Versammlung in Unterlangenegg unbestritten. Bild: zvg

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Um es gleich vorwegzunehmen: An der Gemeindeversammlung in Unterlangenegg vom Mittwochabend warf die Budgetdebatte keine hohen Wellen. Dies, obwohl der Voranschlag für das kommende Jahr mit einem Fehlbetrag von knapp 121'500 Franken oder anders gesagt mit einem Defizit von 1,4 Steuerzehnteln rechnet. Der Gesamtaufwand ist mit 4,217 Millionen Franken eingestellt, dies bei unveränderter Steueranlage von 1,85 Einheiten. Dank einem Polster in Form von Eigenkapital ist das budgetierte Defizit aber verkraftbar. Gemäss Planung wird die Reserve bis ­Ende 2018 auf 533'000 Franken sinken.

Steuereinnahmen steigen

Mit 1,678 Millionen Franken sind die Steuereinnahmen der Gemeinde Unterlangenegg gegenüber dem Vorjahr um rund 19 Prozent höher budgetiert. Dies nicht zuletzt dank zunehmender Einwohnerzahl und der Begrenzung des Fahrkostenabzugs. Demgegenüber schlagen vorab die Bildung und die soziale Sicherheit mit Mehrausgaben zu Buche. Letztere zum Beispiel mit einem Plus von 36'000 Franken gegenüber dem Budget 2017.

Insgesamt 218'000 Franken sind im Voranschlag für Investitionen vorgesehen. Auf dem Programm stehen unter anderem Strassensanierungen, ein Informatikprojekt für die Primarschule und ein Investitionsbeitrag von 13'400 Franken an die ARA ­Thunersee.

Schulden abgebaut

«In den vergangenen acht Jahren konnten wir zudem 600'000 Franken Schulden abbauen», ­erläuterte Gemeindeschreiber Hans Tschanz gegenüber dieser Zeitung. Dies trotz knapp 2 Millionen Franken, welche die Gemeinde im gleichen Zeitraum investierte.

Das Budget blieb an der Versammlung unbestritten. Die 54 Anwesenden – sieben Prozent der Stimmberechtigten – hiessen den Voranschlag oppositionslos gut.

Kommunalfahrzeug zu breit?

Bei fünf Enthaltungen ohne Gegenstimme gutgeheissen wurde weiter ein Antrag des Gemeinderates, die Gehaltsklassen im Personalreglement für den Schulanlagewart und die Verwaltungsangestellten anzupassen. «Heute sind die Anforderungen in diesen Stellen gestiegen, und die Aufgaben sind zahlreicher», begründete der Gemeinderat in seiner Botschaft. Welche Auswirkungen diese Anpassung für die Gemeinde letztlich in Franken und Rappen genau haben wird, lässt sich noch nicht beziffern, da noch ein Gemeinderatsbeschluss zu den Gehaltskosten erforderlich ist. Im Budget 2018 jedenfalls sinkt die Lohnsumme gegenüber dem Vorjahr um rund 1400 Franken auf 844'600 Franken.

Zu reden gab an der Versammlung indes das kürzlich für 96'000 Franken neu angeschaffte Kommunalfahrzeug (wir berichteten). Es sei zu breit und kaum praktisch, zudem wurde aus der Versammlung auch der Beschaffungsprozess bemängelt.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 07.12.2017, 20:17 Uhr

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