Räuber bleibt hinter Gittern

Ein Rumäne ist wegen Raubes und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zu einer Landesverweisung verurteilt worden.

Der 50-jährige Rumäne, der 2017 verschiedene Einbrüche in der Region Thun verübte, wurde verurteilt.

Der 50-jährige Rumäne, der 2017 verschiedene Einbrüche in der Region Thun verübte, wurde verurteilt.

(Bild: iStock/Symbolbild)

In einer Dezembernacht des Jahres 2017 wurde in Merligen ein Ehepaar von einem Mann in der Wohnung bedroht und eingeschlossen. Der Täter hatte sich gewaltsam Zutritt zum Wohnhaus verschafft und die Herausgabe von Wertsachen gefordert. Schliesslich entfernte er sich in unbekannte Richtung unter Mitnahme von geraubten Gegenständen und Esswaren im Wert von rund 700 Franken. Der angerichtete Sachschaden belief sich auf rund 1700 Franken.

Die Bewohner konnten sich befreien und die Polizei alarmieren. Sie wurden beim Vorfall verletzt und mussten ins Spital gebracht werden.

Wenig ergiebiger Diebstahl

Am Dienstag hatte sich der inzwischen gefasste Täter, ein 50-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, vor dem Regionalgericht Oberland in Thun zu verantworten. Neben dem Raub in Merligen werden ihm Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch zur Last gelegt: Gleichentags nach dem Raubüberfall drang der Rumäne gewaltsam in Räumlichkeiten einer Firma am rechten Thunerseeufer ein. Anschliessend entfernte er sich unter Mitnahme des Geldes und des Haupteingangsschlüssels im Wert von rund 1650 Franken. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf etwa 1525 Franken.

Im abgekürzten Verfahren

Die Gerichtsverhandlung erfolgte im abgekürzten Verfahren. Dies ist dann möglich, wenn der Täter ein Geständnis abgelegt hat und er sowie sein Verteidiger und die Staatsanwaltschaft sich über die Sanktionen einig sind. Das Kollegialgericht unter der Leitung von Jürg Santschi folgte dem Antrag der regionalen Staatsanwaltschaft und erhob die Anklageschrift zum Urteil.

Es verurteilte den Rumänen wegen qualifizierten Raubes unter Offenbarung besonderer Gefährlichkeit, einfachen Dienstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Die Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 218 Tagen wird angerechnet. Zudem wurde der Mann zu einer Landesverweisung von zehn Jahren und zu Verfahrenskosten von 14 796 Franken verurteilt.

Der Sachverhalt der besonderen Gefährlichkeit war erfüllt, weil der Rumäne unter anderem mit der stumpfen Seite eines Beils auf den Kopf der ihrem Mann zu Hilfe eilenden Frau geschlagen hatte, wodurch sie erhebliche Kopfverletzungen erlitt. Den Mann hatte er weggestossen, worauf dieser gegen die Bettstatt fiel und sich verletzte.

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