Promis wagten sich aufs Eis

Thun

Während die Tenniselite in Melbourne bei 40 Grad um den Turniersieg spielt, wird auch am anderen Ende der Welt und 50 Grad Temperaturunterschied diesem Sport gefrönt. Für einen guten Zweck gaben ehemalige Sportprofis auf dem Thuner Schlossberg ihre Ballkünste zum Besten.

Sie spielten Tennis auf glattem Untergrund vor den Thuner Schlossmauern: (v. l.) Mike Schmid, Marco Bührer, Jörg Reber und Michel Kratochvil.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Sie spielten Tennis auf glattem Untergrund vor den Thuner Schlossmauern: (v. l.) Mike Schmid, Marco Bührer, Jörg Reber und Michel Kratochvil.

(Bild: zvg)

Ein ungewohntes Bild bot sich am Donnerstagabend auf dem Schlossberg: Auf dem Eisfeld wurde Tennis gespielt. Ausgerüstet mit Schlittschuhen und Tennisracket, kämpften Michel Kratochvil und Mike Schmid gegen Jörg Reber und Marco Bührer um den Sieg auf dem glatten Tennisfeld. Zu gewinnen gab es vor allem Ruhm und Ehre. Denn der Anlass für den Tennismatch auf ungewohntem Untergrund war ein Charity-Event.

Organisiert wurde dieser von Michel Kratochvil, Bruno Messerli, Sacha Haller und Michèle Ajouni-Müller. «Bei einem Golfturnier suchte ich nach Sponsoren für die ­Eisbahn auf dem Schlossberg. Im Laufe der Gespräche entstand die Idee für diesen Anlass», erklärt Ajouni-Müller, Vizepräsidentin des Verwaltungsrats der Schlossberg Thun AG.

Spenden für Kinder

Wie es sich für einen Charity-Event gehört, fliessen Spendengelder. Die vier Organisatoren werden die Hilfswerke Nutrition 4 Education and Development (N4ED) und Schweizertafel finanziell unterstützen. N4ED setzt sich dafür ein, dass Kinder in Äthiopien während ihrer ersten tausend Lebenstage genügend Essen erhalten, damit sie sich vollständig entwickeln können.

«Eine Freundin von mir, eine Äthiopierin, leitet N4ED. Die Idee der Organisation überzeugt mich», erklärt Ajouni-Müller die Auswahl. Ausserdem hätten sie auch ein Hilfswerk, welches in der Schweiz tätig ist, unterstützen wollen. Aus diesem Grund fliesse ein Teil des Geldes an die Schweizertafel, ergänzt die Organisatorin.

Heuschrecken zum Dessert

Während einer knappen Viertelstunde sahen die hundert geladenen Gäste, wie das Duo Reber/Bührer seine beiden Gegner ­besiegt. Länger hätten es die meisten Zuschauerinnen und Zu­schauer, trotz wärmendem Glühwein, wohl nicht mehr draussen an der Kälte ausgehalten.

Moderator Albi Saner kündigte darum den nächsten Höhepunkt des Abends an: ein Raclette, gefolgt von einem ungewöhn­lichen Dessertbuffet. Die Künstlerin Andrea Staudacher präsentierte ihre essbaren Insektenkreationen. Gekostet hat ­Michèle Ajouni-Müller diese Speisen zuvor noch nie, umso grösser war ihre Neugierde: «Wie caramelisierte Mandeln ­sollen die Heuschrecken schmecken. Ich bin gespannt!»

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