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Obergericht schickt Thuner Sex-Täter in die Therapie

Ein junger, neugieriger Mann suchte sexuelle Abenteuer in der virtuellen Welt. Er manipulierte und bedrohte minderjährige Mädchen, um an Sexbilder zu kommen. Dafür verurteilte ihn das Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten – und packte ihn damit härter als das Regionalgericht Oberland an.

Über Internet lernte der Angeklagte minderjährige Mädchen kennen – und zwang sie unter Androhung von Gewalt,ihm Nacktaufnahmen zu schicken. Nun wurde er vom Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten verurteilt (Symbolbild).
Über Internet lernte der Angeklagte minderjährige Mädchen kennen – und zwang sie unter Androhung von Gewalt,ihm Nacktaufnahmen zu schicken. Nun wurde er vom Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten verurteilt (Symbolbild).
Keystone

«Wer im Dunstkreis des Internets von minderjährigen Mädchen Sexbilder verlangt, ist nicht mehr harmlos unterwegs.» Oberrichter Philippe Guéra fand an der Urteilseröffnung am Dienstag deutliche Worte für die jahrelangen Streifzüge des heute 24-jährigen Thuners durchs World Wide Web.

Der Mann hatte nach der Schulzeit den Rank nicht gefunden. Weil er unsicher war, verkroch er sich hinter den Computer, anstatt eine Lehre zu machen. Im Internet lernte er Mädchen kennen. Er spielte mit verschiedenen Identitäten, um seinen Chatpartnerinnen den Eindruck zu vermitteln, er sei ein schlimmer Finger. Dadurch brachte er sie dazu, ihm Sexbilder zu schicken.

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