Nur Reusser war schneller als Saurer

Homberg

Mit dem U-19-Junior Elia Saurer drängte beim Homberger Hot-Trail-Racing-Team am Homberg Race ein talentierter Nachwuchsfahrer zur Spitze.

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Die zweitägige Mountainbike-Downhill-Veranstaltung Homberg Race des Skiclubs Homberg fand dieses Jahr bereits zum 23. Mal statt. OK-Präsident Thomas Ryser und sein Team boten rund 300 Teilnehmern eine breite Palette von Startmöglichkeiten an. Die Sportart kommt bei den jungen Bikern sehr gut an: Nachwuchsprobleme gibt es beim Downhill- und Cross-Country-Biking jedenfalls nicht.

Ryser war mit Werner Friedli vom RC Steffisburg als Förderer ein Pionier der ersten Stunde. Der mehrfache Schweizer Meister gehört bei den Masters als Weltmeister noch immer zu den Topfavoriten. Als erfahrener Trackbauer schuf er auf seinem Land einen 300 Meter langen ­4-Cross-Eliminator-Dual-Cross-Kurs. Für das Downhill-Race kreierte der dreifache Familienvater zudem einen rund 1600 Meter langen Downhill-Run.

Bereits im U-19-Pro-Kader

Die Elitefahrer des von Thomas Reusser gegründeten und geleiteten Hot-Trail-Racing-Teams dürften gespürt haben, dass mit dem jungen Elia Saurer ein Nachwuchsfahrer nachdrängt, der laut Reusser «alles mitbringt, um im Downhill-Biken Erfolg zu haben». Saurer, der Sohn des früheren Elitefahrers Lorenz Saurer, ist bei Swiss Cycling als 17-Jähriger bereits ins U-19-Pro-Kader vorgerückt. Es ist nach der Elite das zweithöchste Kader beim Landesverband.

«Er ist technisch und auch physisch sehr stark. Zudem ist er sehr pflegeleicht», lobt der Teamchef. Er erwarte ihn auch auf Ebene ­U-19-Pro-Europa in den Top Ten oder gar auf dem Podest, so Reusser. Elia Saurer, der in einem Sigriswiler Baugeschäft im zweiten Lehrjahr den Maurerberuf erlernt, weiss, dass gut «tschalpen» beim Downhill-Racing nicht genügt, weil man auf flacheren Partien drücken muss.

Training auf Motocross-Töff

Saurer unterzieht sich deshalb jeweils im Winter in Blöcken einem Konditionstraining. Um das fahrerische Können zu verbessern, steigt der mit den Eltern und vier Geschwistern in Aeschlen bei Sigriswil lebende Saurer auf seinen heiss geliebten Motocross-Töff. Dass sein Sohn nicht wie er Strassenradrennfahrer geworden ist, stört Vater Lorenz gar nicht. «Ich finde es toll, wenn unsere fünf Kinder – sei es im Sport oder auch auf einem anderen Gebiet – etwas machen. Ich lege Wert darauf, dass sie es mit Leidenschaft und Ausdauer ausüben», stellt Vater Saurer klar.

Obwohl er das Downhill-Race vorzieht, hätte sich Elia Saurer beim Dual-4-Cross Mann gegen Mann etwas mehr ausgerechnet, als bereits im Viertelfinal gegen Teamkollege Pascal Reusser, der siegte, auszuscheiden. Besser lief es im Downhill-Race: Da musste er als Kategoriensieger U-19 nur Elitefahrer Pascal Reusser den Vortritt lassen. «Ich setzte im zweiten Run alles auf eine Karte, um noch an meinem Teamkollegen vorbeizuziehen. Ich machte deshalb zwei, drei kleine Fehler», so Saurer. Er sei aber mit seinem zweiten Over­allplatz nur drei Hundertstel hinter Reusser und dem Kategoriensieg sehr zufrieden, fand der Schweizer Meister 2016 und Bronzemedaillengewinner 2017.

Sämtliche Resultate online unter www.sc-homberg.ch.

Thuner Tagblatt

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