New Yorks Freiheitsstatue in Thun

Thun

Von der Curlinghalle auf die Seebühne: Das Bühnenbild samt 18 Meter hoher Freiheitsstatue ist fertig erstellt. Ab Montag probt das Ensemble für «Ich war noch niemals in New York» unter freiem Himmel.

Das Bühnenbild für «Ich war noch niemals in New York»: Das Publikum auf der Tribüne ist mit an Bord auf dem Kreuzfahrtschiff und nimmt Kurs auf die Freiheitsstatue.?

Das Bühnenbild für «Ich war noch niemals in New York»: Das Publikum auf der Tribüne ist mit an Bord auf dem Kreuzfahrtschiff und nimmt Kurs auf die Freiheitsstatue.?

(Bild: Patric Spahni)

Während die Proben für die Musicalkomödie «Ich war noch niemals in New York» in der Curlinghalle in Thun noch in vollem Gange sind, setzen die Handwerker auf der Seebühne zum letzten Schliff an. Sie haben in den letzten Wochen rund 450 Tonnen Material für die Tribüne und das Bühnenbild samt Garderoben und Orchesterraum verarbeitet.

Die Mitarbeitenden der Firma Nüssli haben dabei 1100 Standfüsse auf den Seegrund gestellt, 25'650 Holzschrauben eingedreht und den Hingucker des Bühnenbilds montiert: Die New Yorker Freiheitsstatue in der veränderten Version von Lady Liberty und einer Höhe von 18 Metern dominiert die Bühnen- und Tribünenkonstruktion.

Speziell ist das Bühnenbild dieses Jahr ohnehin: «Es hat die Form eines Schiffsbugs», sagt die Bühnenbildnerin Marlen von Heydenabers. «So, dass das ­Publikum ebenfalls an Bord des Kreuzfahrtschiffes ist.»

Nun erobert das Ensemble die Seebühne. Ab Montag proben die 24 Profidarstellenden, die 19 Chorsängerinnen und -sänger und die 3 Florian-Darsteller Linus Niederhauser, Fabio Guillelmon und Jeremy Birchmeier unter freiem Himmel.

Die spannendste Phase

Die Regie für die Neu- und Open-Air-­Inszenierung des Musicals übernimmt Werner Bauer. Zufrieden blickt er auf eine erfolgreiche Zeit in der Curlinghalle zurück. «Die Crew hat hart und konzentriert gearbeitet. Wir sind nicht nur mit fast allen Szenen, Liedern und Choreografien durch, sondern hatten auch noch Zeit für intensives Rollenstudium.»

Auch der ausführende Produzent kann kaum warten, die Proben auf der Seebühne zu beginnen. «Jetzt folgt die spannendste Phase der Vorbereitung», sagt Markus Dinhobl. Nun erst würden alle Rädchen aufeinandertreffen.

Regisseur Werner Bauer (Mütze) studiert die Szene, in der Axel Stau­- dach (Patrick Imhof) mit Lisa Wartberg (Kerstin Ibald) streitet. Bild: PD

«Wir werden sehen, ob alles perfekt ineinandergreift: Musik, Szenen, Choreografien, Kostüme, Maske, Requisiten, Bühnenbild, Licht und viele Details.» Dinhobl ist ausserdem von den Darstellenden begeistert.

«Mit Kerstin Ibald, welche die Moderatorin Lisa Wartberg verkörpert, und Patrick Imhof als Wildtierfotograf Axel Staudach können wir beste Musicalmomente bieten.» Auch das ­übrige Cast überzeuge ihn sehr, so etwa Sabine Martin als Mutter Maria Wartberg und Hans B. Goetzfried als Vater Otto Staudach wie auch die 3 jungen Florian-Darsteller.

Mit Comics und Träumen

Der Regisseur ist nicht nur mit den Proben zufrieden, auch das Regiekonzept funktioniere. «Mit der Comicwelt von Maverick, Dick Tracy und Co. möchte ich die Geschichte an die heutige Zeit anpassen.

Ausserdem sollen sie in der Thuner Inszenierung stärker zu Identifikationsfiguren werden», sagt Werner Bauer – und die Proben zeigten, dass es klappt. Die Geschichte erzähle er aus einem anderen Blickwinkel.

Auch die Gruppenszenen müssen sitzen: Ensemble und Chor proben die Choreografie für «Mit 66 Jahren». (Foto: PD)

Maria und Otto würden zwar zur Kreuzschifffahrt aufbrechen und unter der Freiheitsstatue heiraten wollen, jedoch nur in Marias Gedanken und Sehnsüchten. Anhand der Kostüme und des grafischen Farb- und Formenkonzepts erkenne das Publikum, wenn in Marias Traumwelt gespielt werde.

Ticketverkauf läuft gut

«Ich war noch niemals in New York» ist die erste Produktion unter der Ägide der neuen Besitzerin Freddy Burger Managment. So ist auch Angelo Stamera erstmals in seiner Funktion als Geschäftsführer verantwortlich. «Wir sind sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand des Vorverkaufs», freut er sich. «Ich empfehle, die Tickets über die offiziellen Verkaufskanäle wie Ticketcorner und nicht im Zweitmarkt zu erwerben.»

Noch gebe es Karten für jede Vorstellung. «Doch die Tribünenerweiterung von 2200 auf 2700 Plätze habe sich auf jeden Fall gelohnt.»

Thuner Tagblatt

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