Neuer Präsident für die Blümlisälpler

Bernhard Blum löst Peter Mani als Präsident der Sektion Blümlisalp des Schweizer Alpen-Clubs ab. Magische Blümlisalp: der Marschhalt – wie kam es zum Sektionsnamen, und woher rührt die konstante Mitgliederzunahme?

Die Blümlisalp-Gruppe im Licht der untergehenden Sonne.

Die Blümlisalp-Gruppe im Licht der untergehenden Sonne.

(Bild: Samuel Ryter)

An der 144. Hauptversammlung der SAC-Sektion Blümlisalp im voll besetzten historischen Saal der Tertianum-Residenz Bellevue-Park in Thun übergab Peter Mani nach zehnjähriger kreativer Tätigkeit das Präsidium an Bernhard Blum (38), Fürsprecher und Notar aus Thun.

Weiter ziehen Marc Trösch (44, Thun) als Vizepräsident und Ursula Bartsch (54, Thun) als Sekretärin neu in den Vorstand ein. Alt-Präsident Hansruedi Thöni würdigte die besonderen Verdienste des Demissionärs in 20 Jahren treuer Mitarbeit im Vorstand – darunter 10 Jahre als Sektionspräsident. Peter Mani habe vieles teamorientiert angepackt, darunter das Kinderbergsteigen zu einem vollen Angebot entwickelt.

Die Vorjahres-Höchstergebnisse bei den Hüttenübernachtungen (Blümlisalp, Baltschiederklause und Stockhornbiwak VS) wurden wetterbedingt nicht erreicht. Die Hütten – das Markenzeichen des SAC – erfordern jedes Jahr grossen Unterhalt.

So muss zum Beispiel die Wasserleitung Baltschiederklause im Wallis erneuert werden. Kassier ­Peter Feuz unterbreitete eine ausgeglichene Vereinsrechnung. Weiter wurden über 30 Blümlis­älpler für ihre treue Mitgliedschaft geehrt, darunter die Jubilarin Hedi Wandfluh-Rentsch aus Frutigen, die seit 85 Jahren dem Club angehört. Sie feiert mit wachem Geist im kommenden April ihren 103. Geburtstag.

Am Schluss der Versammlung übergab Peter Mani neben einem Eispickel eine Mappe mit Protokollen und Jubiläumsschriften der Sektion an seinen Nachfolger Bernhard Blum. Zwei Schwerpunkte gehen aus diesen Geschichtsakten hervor: Wie kam es zum Sektionsnamen, und warum die konstante Mitgliederzuname?

«Perle in der Bergrunde»

1874 wurde die Thuner Sektion als Alpenclub Thun gegründet. 1875 traten die Thuner mit dem Sektionsnamen Blümlisalp in den Schweizer Alpen-Club ein. Die sagenumwobene Blümlisalp: Nicht nur Polo Hofer selig besang den Berg im Song «Alperose» sehnsüchtig. Auch die Sektionsgründer waren fasziniert vom mystischen Berg und schrieben damals ins Protokoll: «Wer täglich seine Blicke zu den Bergen hebt, der weiss, welcher Berg von Thun aus die Perle in der Bergrunde ist.»

Die Mitgliederzahl, Jung und Alt, ist vom Gründungsjahr 1874 von 16 Personen auf heute über 2200 SACler angewachsen. Was ist der Grund dafür? «Die Sektion ist sich selber immer treu geblieben», schrieb 1949 der damalige Sektionspräsident Hans Ziegler (Vater der ersten Thuner Stadtratspräsidentin Barbara König und von Alt-Nationalrat Jean Ziegler) in der 75-Jahre-Jubiläumsschrift zum Geleit.

Und: «Das konstante Anwachsen der Mitgliederzahl führte dabei nicht zum Verflachen der idealen Grundsätze.» Diesen wurde aktiv nachgelebt. Dazu will auch die neue Sektionsführung «Bewährtes behalten und parallel Neuerungen der Zeit und zukunftweisende Trends wie bisher aktiv integrieren», wie es im Jahresbericht 2017 heisst.

Thuner Tagblatt

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