Nach bewaffnetem Raub: Volg betreut Angestellte mit Careteam

Seit Januar gab es drei Raubüberfälle auf Volg-Filialen im Westen von Thun – die Täterschaft ist flüchtig. Trotz Veröffentlichung der Aufnahmen der Sicherheitskameras tappt die Polizei im Dunkeln.

<b>Die Volg-Filiale in Uttigen:</b> Zwar haben sich bereits einige Zeugen ­gemeldet, doch die Polizei sucht weiterhin nach dem Täter.

Die Volg-Filiale in Uttigen: Zwar haben sich bereits einige Zeugen ­gemeldet, doch die Polizei sucht weiterhin nach dem Täter.

(Bild: Janine Zürcher)

Der Ablauf verläuft ähnlich, das Resultat ist bis jetzt dasselbe. Ob am vergangenen Donnerstag in Uttigen, am 9. März in Kiesen oder am 30. Januar in Mühlethurnen. Der Täter betritt mit aufgesetzter Brille, einer dunkelfarbenen ­Kappe auf dem Kopf und bis zur Nase bedecktem Gesicht die Volg-Filiale.

Mit einer Faustfeuerwaffe (ausser in Kiesen) bedroht er die Angestellten und fordert Bargeld, welches ihm ausgehändigt wird – dann flieht der Unbekannte mit der Beute.

«Wir gehen weiterhin allen Zeugenhinweisen nach und können einen Zusammenhang zwischen den drei Über­fällen nicht ausschliessen», sagte Dominik Jäggi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, auf Anfrage.

«Die Ermittlungen sind bei ­allen drei Überfällen noch im Gang, und die Täterschaft ist flüchtig.»In den Medienmitteilungen der Polizei zu den drei Delikten wird das geschätzte Alter des ­Täters je nachdem mit zwischen 25 und 30 oder mit rund 50 Jahren angegeben. Der Mann sei circa 180, eventuell 185 bis 190 Zentimeter gross.

Regelmässige Schulungen

Der Überfall auf den Volg in Uttigen ist bereits der dritte in diesem Jahr im Westen von Thun. «Es ist eine aussergewöhnliche Häufigkeit, dass in einer Region ­mehrere Volg-Läden überfallen werden», meinte auch Corinne Kutter, zuständig für Kommunikation und Werbung der Volg Konsumwaren AG.

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Die Frage, wie oft und wo allenfalls auch andernorts in letzter Zeit Filialen überfallen worden seien, konnte sie allerdings nicht beantworten. Auch nicht die Frage, ob nach diesen Vorfällen spezielle Si­cherheitsvorkehrungen in Volg-Läden getroffen würden.

«Dazu können wir nicht Stellung nehmen», sagte sie. Kutter erläuterte aber, dass die Mitarbeitenden im internen Schulungsprogramm in einem Sicherheitskurs auf das richtige Verhalten bei Überfällen geschult werden.

Ein Careteam hilft

Wenn sich Angestellte beim Überfall im Laden aufgehalten hätten, würden sie direkt betreut. «Die Vorgesetzten stehen in einem solchen Fall in regelmässigem Kontakt mit den Mitarbeitenden, und sie werden zudem von einem externen Careteam betreut», sagte Corinne Kutter. Zum Stand der Ermittlungen konnte sie keine Angaben machen. «Denn sie liegen in der Verantwortung der Polizei.»

Aufruf: Die Kantonspolizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise werden über die Nummer 033 227'61'11 entgegengenommen.

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