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Seespiele: Eine Muschel dient als Bühnenbild

Das Bühnenbild für das diesjährige Musical auf der Seebühne ist eine überdimensionale Muschel. In diesem Sinnbild für das Wasser lassen die Thunerseespiele in «Sugar – Manche mögen’s heiss» das Amerika der 1920er-Jahre aufleben.

Eine überdimensionale Muschel als Bühnenbild: Die Thunerseespiele inszenieren «Sugar – Manche mögen’s heiss» in einem Bühnenbild, welches in Bern produziert wird.
Eine überdimensionale Muschel als Bühnenbild: Die Thunerseespiele inszenieren «Sugar – Manche mögen’s heiss» in einem Bühnenbild, welches in Bern produziert wird.
zvg

Marilyn Monroe alias Sugar ­Kane, gespielt von Marie-Anjes Lumpp, wird sich im Sommer auf der Seebühne in einer überdimensionalen Muschel räkeln und sich mit Gaunern amüsieren: In diesem Sinnbild für das Wasser lassen die Thunerseespiele die Darstellerinnen und Darsteller über die Bühne tanzen und singen. Die erste Musical­komödie in Thun, «Sugar – Manche mögen’s heiss», spielt grösstenteils in Miami – also am Wasser – und ist somit perfekt für die Lage am See, wie die Thunerseespiele in ihrer Medienmitteilung schreiben.

«Unsere Bühnenbildnerin Marlen von Heydenaber hat mit der Muschel, die über dem Thunersee schwebt, eine perfekte Übersetzung dieses Symbols ­gefunden», findet Regisseur Werner Bauer.

Dualität und Kontraste

Das Musical basiert auf Billy Wilders Film, dem für die 1950er-Jahre geschriebenen «Some Like It Hot». «Unsere Inszenierung spielt wie der Film im Amerika der 1920er-Jahre», erklärt Bauer sein Regiekonzept. «Ich möchte mit dem Blick von heute in die Welt jener Jahre zurückschauen – in eine Zeit, die geprägt ist von starken Kontrasten.» Diese stellt Werner Bauer in den Mittelpunkt seiner Umsetzung. «Ich möchte die Dualität von Glanz und Elend deutlich in den Vordergrund stellen», lässt er sich in der Mitteilung zitieren.

Das düstere, von Arbeits- und Perspektivlosigkeit geprägte Chicago trifft im Musical auf der Seebühne auf ein sonniges, reiches, von Millionären besuchtes Miami. Diese Kontrapunkte sollen gemäss Medienmitteilung sowohl im Bühnenbild als auch im Kostümbild und im Lichtdesign klar erkennbar sein.

Bild wird in Bern produziert

Das Bühnenbild ist wandelbar und wird in Bern produziert. Die Muschel entsteht im Atelier von Artefact in den Widmarhallen im Liebefeld. Für die Schweissarbeiten der Waggons ist Bäumlin Metallbau zuständig; die ArtLorraine baut die benötigten Möbel. «Auf der Muschel werden zwei grosse Aufbauten stehen, die eindrehbar sind, sich öffnen und schliessen lassen», erklärt Marlen von Heydenaber. So würden dort die ­Innenräume dargestellt und schnell verändert werden – vom Schlafwaggon des Zugs zum Hotel in Miami beispielsweise.

«Die vielen Spielorte ergeben tolle Gelegenheiten für eine turbulente Inszenierung», freut sich Christopher Tölle, Choreograf des Musicals.

pd/sft

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