Mit Unterhaltung Lust auf die Armee wecken

Vom 21. bis zum 23. Oktober laden die Armee und die Stadt Thun zu «Thun Meets Army». Am Grossevent, der 160 000 Besucher aus dem ganzen Land anlocken soll, will die Armee sowohl informieren als auch unterhalten.

Sie wollen der Bevölkerung die Armee näherbringen: (v.l.) Brigadier René Wellinger, Stadtpräsident Raphael Lanz und Oberst i Gst Yves Gächter vor einem historischen Panzerjäger G13 auf dem Waffenplatz.

Sie wollen der Bevölkerung die Armee näherbringen: (v.l.) Brigadier René Wellinger, Stadtpräsident Raphael Lanz und Oberst i Gst Yves Gächter vor einem historischen Panzerjäger G13 auf dem Waffenplatz. Bild: Markus Hubacher

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Was normalerweise den Augen der Armeeangehörigen – und aktuell jenen der Turner – vorbehalten bleibt, wird in vier Monaten für alle sichtbar: der Waffenplatz in Thun. Doch das ist längst nicht alles. Am Freitag hat die Armee gemeinsam mit der Stadt Thun an einer Medienkonferenz über den geplanten Grossevent «Thun Meets Army» informiert.

Am Wochenende vom 21. bis 23. Oktober soll die Bevölkerung das Militär in all seinen Facetten kennen lernen beziehungsweise neu entdecken, und dies gratis und franko. «Wir werden zeigen: Deine Armee kann helfen, schützen und kämpfen», erklärte Brigadier René Wellinger eingangs.

Historisches und Hänni

Anders als an einem simplen Besuchstag ist die Palette der Angebote bei «Thun Meets Army» relativ breit – und sie verteilt sich auf mehrere Standorte. Auf dem ganzen Areal des Waffenplatzes werden militärische Darbietungen gezeigt. Das reicht vom Defilee mit historischen Luft- und Landfahrzeugen über Ausstellungen und Demonstrationen der Armee und armeenahen Betrieben bis zu zwei Vorführungen der Patrouille Suisse am Freitag- und Samstagmittag als besonderes Zückerchen und Publikumsmagnet. Auf der Lachenwiese wiederum werden sich die Genie- und Rettungstruppen sowie das Kompetenzzentrum ABC/Kamir zeigen.

In der Innenstadt will die Armee die militärischen Berufe vorstellen und hat dabei besonders die 15- bis 20-Jährigen im Fokus. Abends sind auf dem Rathausplatz Konzerte der Militärmusik mit Gaststar Luca Hänni geplant. Wellinger machte keinen Hehl daraus, mit dem Programm dem Nachwuchs das Militär schmackhaft machen zu wollen. Daneben solle jedoch auch mit einigen ­Klischees aufgeräumt werden. «Nach der Verkleinerung von 600 000 auf 200 000 Angehörige zog sich die Armee vermehrt auf die Waffenplätze zurück und blieb weniger sichtbar. Mit Anlässen wie diesem wollen wir wieder stärker auf die Bevölkerung zugehen.» Als Stadt mit dem grössten Schweizer Waffenplatz habe sich Thun dafür ideal angeboten.

160 000 Besucher erwartet

Wie Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) festhielt, ist Thun weniger stark abhängig von der Armee als etwa noch in den 90er-Jahren. «Die Bedeutung des Militärs für Thun ist aber trotzdem nicht zurückgegangen», sagte der Stapi. Die Stadt werde die Gelegenheit nutzen und sich am Grossanlass «im positiven Sinn» präsentieren. Insgesamt erwarten die Organisatoren für die zwei Haupttage Freitag und Samstag etwa 160 000 Besucherinnen und Besucher. Und das ist laut Daniel Reist, Kommunikation Verteidigung, sogar konservativ geschätzt: «An den Heerestagen 2006 in Thun kamen pro Tag über 100 000 Interessierte.»

Obwohl der Event von Armee und Stadt gemeinsam veranstaltet wird, trägt die Armee die anfallenden Kosten allein. «Wir rechnen mit Ausgaben von rund 500 000 Franken», sagte Brigadier René Wellinger. Vieles könne durch Eigenleistungen aufgefangen werden; eine gewisse Refinanzierung – etwa durch Parkplatzgebühren – sei möglich. Die Armee empfiehlt indes allen Interessierten die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Auf Sponsoren wird bei «Thun Meets Army» komplett verzichtet; im Gegenzug wollen die Organisatoren bei der Gastronomie vor allem lokale Anbieter berücksichtigen.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 24.06.2016, 21:47 Uhr

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