Mensch und Natur begegnen

Steffisburg

Die Kunstsammlung Suter präsentiert im Höchhus zwei Doppelausstellungen. Zeigt Kunstwerke von Paul Freiburghaus und Bruno Wurster. Ab dem 28. September sind Werke von Robert Indermaur und Chantal Michel zu sehen.

Paul Freiburghaus vor seinem jüngsten Werk «Gelbe Landschaft».<p class='credit'>(Bild: Sylvia Kälin)</p>

Paul Freiburghaus vor seinem jüngsten Werk «Gelbe Landschaft».

(Bild: Sylvia Kälin)

Rund 160 Kunstinteressierte folgten am Samstag der Einladung an die Vernissage im Kirchgemeindehaus Glockenthal. Armin Gerber, Präsident des ­Fördervereins Kunstsammlung Suter, dankte Kunstmaler Paul Freiburghaus aus Oberdiessbach sowie Renate Wurster, Witwe des verstorbenen Berner Künstlers Bruno Wurster, für ihre grosszügigen Schenkungen.

Sie sind der Anlass für die erste der beiden aufeinanderfolgenden Doppelausstellungen im Höchhus Steffisburg. Paul Freiburghaus (1932) und Bruno Wurster (1939–2003) seien «herausragende Radierer und Drucker», stellte Kunsthistoriker Steffan Biffiger die beiden Kunstschaffenden vor. Dass sie ihre Ansätze und Ideen künstlerisch unterschiedlich umsetzen, wurde am anschliessenden Rundgang durch die Ausstellung deutlich.

Renate Wurster vor zwei Bildern ihres Mannes Bruno Wurster.

So fallen die grossformatigen Landschaftsbilder und Blumengärten in Öl und Gouache von Paul Freiburghaus durch ihre kraftvolle Farbigkeit auf, vielfach auf eine Farbe konzentriert, jedoch mit vielen Abstufungen. Aussergewöhnlich sind auch seine grafischen Arbeiten zum Thema «Flügel».

Bruno Wurster befasste sich in seinen Collagen, Aquarellen und Ölbildern sowie den druckgrafischen Arbeiten ebenfalls mit der Natur und übertrug deren Formen in seine eigene Bildersprache. Wie er es sogar schaffte, die gleichen Sujets in Grafik und ­Malerei auszuführen, zeigen Beispiele in der Ausstellung. Zu sehen sind auch mehrere Werkgruppen. «Wobei auf einer die Skyline Manhattans dargestellt ist, wie sie sich noch wenige Monate vor dem denkwürdigen 11. September 2001 präsentierte», erklärte der ehemalige Präsident der Kunstkommission Steffisburg Steffan Biffiger.

Bilder, Plastiken, Fotos, Videos

Die zweite Ausstellung widmet sich ab dem 28. September den Werken des Bündners Robert Indermaur (1947) und der Bernerin Chantal Michel (1968). Beide stellen den Menschen und seine Umgebung in den Mittelpunkt ihrer Kunst. So werden von Indermaur Bilder gezeigt, in denen er sich mit dem Kleinbürger in der Wohlstandsgesellschaft auseinandersetzt, wie Steffan Biffiger es beschrieb. Indermaur arbeitet auch als Plastiker.

Chantal Michel gestaltet sich selbst sowie den Moment des Geschehens in Fotos und Videos. Die Installations- und Medienkünstlerin, die 2004 mit dem Kunstpreis der Stadt Thun ausgezeichnet wurde, kreiert ausserdem Figuren, die sie dekorativ oder auch geisterhaft in vorgefundene Räume einfügt.

Kunstsammler Hans Suter liess es sich nicht nehmen, allen Beteiligten rund um die Vernissage und die Ausstellung persönlich zu danken. Für den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgten Christoph Zbinden (Klavier) und Salome Böni (Flöte) mit Werken von Mozart und Beet­hoven. www.sammlung-suter.ch

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