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Meinungen zum Hochwasserschutz sind gefragt

Schon länger will Steffisburg die Zulg sicherer machen. Nun geht das Projekt in die öffentliche Auflage.

Janine Zürcher
Die Zulg kann bei Unwettern innert Kürze zum reissenden Fluss anschwellen.
Die Zulg kann bei Unwettern innert Kürze zum reissenden Fluss anschwellen.
Patric Spahni

In Sachen Hochwasserschutz und Längsvernetzung Zulg steht der nächste Schritt an: Ab dem 7. Februar kommt das Projekt in die öffentliche Auflage, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde Steffisburg heisst. Dass die Zulg, der Bergbach aus dem Eriz, Gefahren birgt, ist bekannt.

Bei starken Unwettern trägt das Gewässer Schwemmholz mit sich. Es kam in der Vergangenheit öfter zu Überschwemmungen, zuletzt 2015. Bereits 2014 beschloss der Grosse Gemeinderat (GGR), dass Handlungsbedarf bestehe, und genehmigte einen Kredit über 260'000 Franken für die Planung von Hochwasserschutzmassnahmen. 2016 folgte eine Kreditaufstockung.

Die Gemeinde liess ein Modell eines Holzrückhalterechens bauen, der im Zulgboden integriert werden soll. Im letzten August erhöhte das Parlament den Verpflichtungskredit um 85'000 Franken auf insgesamt 820'000 Franken für weitere Planungsarbeiten.

Kein Risiko mehr

Der Projektperimeter reicht vom Gebiet Zulgboden bis zur BLS-Brücke beim Bahnhof Steffisburg. Nebst der Holzrechenanlage sind der Umbau der Müllerschwelle mit der Absenkung der Zulgsohle im Oberlauf, die Hochwasserschutzbauten zwischen Müllerschwelle und Dorfbrücke sowie bauliche Anpassungen der Zulgsohle bei den bestehenden weiteren Schwellen wichtige Elemente des Projekts.

Die Holzrechenanlage liegt teilweise auf Gemeindegebiet von Fahrni, wird aber durch die Gemeinde Steffisburg erstellt. Entgegen der ursprünglichen Projektidee wird das Wasser weiterhin über die Müllerschwelle fallen. Diese wird nicht wie einst vorgesehen komplett entfernt, dafür aber tiefer gemacht (wir berichteten).

«Sobald das Projekt realisiert ist, wird von der Zulg planerisch kein Hochwasserrisiko mehr ausgehen.»

Gemeinde Steffisburg

Die Fische in der Zulg werden neu über einen technischen Fischaufstieg im Bereich Basseli in den Oberlauf gelangen. Der Mühlebach wird mit einer Schneckenpumpe mit Wasser beliefert. Sobald das Projekt realisiert ist, werde «von der Zulg planerisch kein Hochwasserrisiko mehr ausgehen», heisst es vonseiten der Gemeinde. Dadurch könne die Gefahrenkarte angepasst werden. Die Gesamtkosten für die Realisierung betragen rund 13,5 Millionen Franken, Bund und Kanton steuern Beträge bei.

Die Projektunterlagen werden ab 7. Februar auf den Gemeindeverwaltungen Steffisburg und Fahrni öffentlich aufliegen. Um der Bevölkerung die einzelnen Projektelemente detailliert vorstellen zu können, findet am Dienstag, 28. Januar, 19 Uhr ein Informationsanlass in der Aula Schönau in Steffisburg statt.

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