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Laute Motorräder und zarte Tattoos

Rund 5000 Motorradfans besuchten die diesjährige Beo Bike Week auf dem Thuner Waffenplatz. An der neunten Austragung des Treffens gabe es mehr zu entdecken als nur laute Motoren.

Bikes wie aus dem Bilderbuch: Die schönsten Motorräder wurden prämiert.
Bikes wie aus dem Bilderbuch: Die schönsten Motorräder wurden prämiert.
Flavia von Gunten
Es tut gar nicht weh: Ramona Zaugg lässt sich von Philipp Klopfenstein einen Totenkopf auf den Arm tätowieren.
Es tut gar nicht weh: Ramona Zaugg lässt sich von Philipp Klopfenstein einen Totenkopf auf den Arm tätowieren.
Flavia von Gunten
Souvenirs für Biker: Wer von der Bike Week ein Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen wollte, hatte eine grosse Auswahl.
Souvenirs für Biker: Wer von der Bike Week ein Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen wollte, hatte eine grosse Auswahl.
Flavia von Gunten
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Bikerinnen und Biker mögen Errungenschaften von langer Lebensdauer. Grosse Investitionen sind die schweren Maschinen, genauso die Tattoos ihrer Besitzer. An der Beo Bike Week konnten die Besucherinnen beides kaufen. Farbe unter die Haut gab es am Stand von James ­Bichsel, der an der Oberen Hauptgasse ein Tattoostudio führt. Auf dem Waffenplatz baute er eine mobile Tätowierstation auf. Drei Kunden habe er am Samstag gehabt, alle hätten sie – wie die meisten Leute an der ­Bike Week – bereits Tattoos ­gehabt und sich spontan zu einem ­weiteren entschieden.

Totenschädel auf dem Arm

Verzierungen für den Körper mit geringeren Folgen gab es wenige Meter neben Bichsels Stand bei Philipp Klopfenstein. Seine Airbrushbilder für die Haut halten maximal eine Woche, Bodypaintingwerke gar nur bis zur nächsten Dusche. Speziell für die Bike Week hatte er eine Schablone mit dem Logo des Events gefertigt, auf Wunsch sprühte er aber auch andere Motive auf die Haut. Etwa den Totenschädel für den Oberarm von Ramona Zaugg aus Brienzwiler.

Trinken ja – fahren nein

Nicht nur Menschenhaut ziert die Airbrushfarbe, auch Motorräder mit gesprühten Bildern gab es an der Bike Week zu sehen. Zum Beispiel die Maschine von Pascal Zaugg aus Raron. Die drei weissen Totenköpfe auf dem schwarzen Lack gefallen nicht nur dem Walliser, auch die Jury, die ­besonders schöne Bikes prämierte, war davon begeistert. Erster Platz!

In der ganzen Schweiz reise er an Biketreffen, jenes in Thun möge er aber besonders: «Es ist nicht zu gross und die Stimmung ist friedlich, obwohl viel Alkohol getrunken wird.» Selber trinke er auch, ­darum übernachte er im Hotel: «Drink and drive gibt es bei mir nicht!»

Ausser in Körperschmuck und in Getränke konnten die Be­sucherinnen und Besucher ihr Geld in jegliche Gegenstände des Bikerlifestyles investieren: Cowboyhüte, Gürtel und dicke Silberringe sind nur eine kleine Auswahl. Unter die Motoren­geräusche mischte sich auch Musik, fünf Bands und ein DJ spielten Konzerte.

Gäste aus Nachbarländern

Das Herzstück des Events war die Berg- und Taltour am Samstagnachmittag. Über 200 Bikerinnen und Biker fuhren zusammen ins Schwarzenburgerland und wieder zurück nach Thun. Nach den drei Töfftagen zieht OK-Chef Jürg Burkhart ein positives Fazit: «Super Wetter, keine Unfälle und eine zufriedene Stimmung. Besser könnte es nicht sein.» Der kurze Regen am Sonntagmorgen sei kein Problem gewesen, da ­viele Leute bereits auf dem ­Heimweg gewesen seien.

Auch die 5000 verkauften Eintritte hätten seine Erwartungen übertroffen. Dass davon einige an ­Gäste aus Italien, Deutschland und ­Österreich gegangen sind, hat Burkhart besonders gefreut. Das OK hält am Zweijahres­rhythmus fest und wird 2019 am gleichen Standort die nächste Beo Bike Week organisieren.

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