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Künftig mit professioneller Geschäftsleitung

Die IGT ersetzt ihre Gutscheine durch eine elektronische Geschenkkarte und schafft eine professionelle Geschäftsstelle.

Will seine Organisation professioneller machen: IGT Präsident Alain Marti (Archivbild 27.09.2018)
Will seine Organisation professioneller machen: IGT Präsident Alain Marti (Archivbild 27.09.2018)
Nelly Kolb

«Wir müssen als Organisation professioneller werden», erklärte Präsident Alain Marti an der Generalversammlung der Innenstadtgenossenschaft Thun (IGT) im Hotel Freienhof. Vor 100 Personen verkündete Marti, dass die IGT per 2020 eine Geschäftsstelle einführen werde.

Die heutige Sekretärin Barbara Jaussi, die seit 20 Jahren für die IGT tätig ist, löse auf Ende Jahr ihr Büro in Thun auf. Ihre Nachfolge soll ein(e) Geschäftsstellenleiter(in) mit einem 70- bis 80-Prozent-Pensum antreten. «Es muss jemand sein, der Thun und die Innenstadt gut kennt», stellte der IGT-Präsident auf Nachfrage klar. «Wir sind derzeit am Evaluieren», sagte Mart

Ins digitale Zeitalter

Als zweite Neuerung wird die IGT ihre Gutscheine auf Papier ins digitale Zeitalter überführen. Ab 2. September werden in den Geschäften der Innenstadt neu elektronische Geschenkkarten verkauft. Die Geschäfte müssen dafür ihre Kartenterminals neu registrieren lassen beim Servicedienstleister, mit dem die IGT zusammenarbeitet und dafür bis Ende Mai auch die Kosten übernimmt. Die neuen Geschenkkarten sind fünf Jahre gültig. So lange läuft auch die Übergangszeit, in der die bisherigen Papiergutscheine noch eingelöst werden können.

Neu führt die IGT auch ein Konzept aus den Städten Zürich und Genf ein: Es geht darum, dass Geschäfte ihre besten Kunden untereinander weitervermitteln. In der Thuner Innenstadt startet die Aktion am 1. November mit einem «Thun geniesst» betitelten Stadtrundgang, zu dem sich interessierte Mitglieder noch bis Ende April anmelden können.

Abgabe für die Beleuchtung

Nach einem kleinen Gewinn 2018 weist das Budget der IGT für das laufende Jahr «eine schwarze Null» aus, wie Kassier Jürg Messerli erklärte. Mehraufwendungen sind für die Einführung der neuen Geschenkkarte und der Geschäftsstelle budgetiert. Zum letzten Mal ein Aufwandposten im Budget der IGT ist die Weihnachtsbeleuchtung. Die Verhandlungen zur Übergabe an die Stadt per 2020 sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden, «denn wir vermögen es nicht, eine neue Beleuchtung anzuschaffen», sagte Marti. Es wird laut Messerli bei den Verhandlungen auch eine Lösung gesucht, was mit den rund 200000 Franken Vermögen im zweckgebundenen Fonds geschieht.

Vize verlässt Vorstand

In seinem Jahresbericht sprach Präsident Marti davon, dass der Verkehr allgegenwärtig gewesen sei wegen der vielen Baustellen. Sie würden die IGT weiter beschäftigen mit der für 2020 geplanten Sanierung der Aarequerung mit Freienhofgasse. «Wir blicken dem mit Sorge entgegen», betonte Marti. Der Präsident der IGT, die ihre Mitgliederzahl um 6 auf 284 steigern konnte und neu auch auf Facebook mit Thuncity auftritt, zeigte sich zudem besorgt über anstehende Leitungsbauarbeiten im Oberen Bälliz.

Alain Marti kritisierte die seiner Ansicht nach unsinnigen Auflagen im Aussenbereich für Coop, der dort im Juni einen neuen Verkaufsladen eröffnen wird. Marti sowie acht von neun Mitgliedern im Vorstand wurden im Amt bestätigt. Rolf Wiggenhauser trat nach 18 Jahren zurück. Er wurde gebührend verabschiedet, aber nicht ersetzt. Damit bleibt das Vizepräsidium vorerst vakant.

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