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Kostbarkeiten aus früherer Zeit

Spielzeug kann auch Kunstwerk sein: Im Spielzeugmuseum ist eine Vielfalt von Spielzeugarchen zu sehen. Die Sonderausstellung dauert bis Ende Januar 2020.

Eine der kostbaren Archen, die im Spielzeugmuseum Spiez zu sehen sind. Fotos Heidy Mumenthaler
Eine der kostbaren Archen, die im Spielzeugmuseum Spiez zu sehen sind. Fotos Heidy Mumenthaler

Nach dem Glücksfall vor zwei Jahren im vorangehenden Herbst, als die Räumlichkeiten der ehemaligen Niesenbar übernommen werden konnten und von Freiwilligen eingerichtet wurden, öffnete das Spielzeugmuseum am neuen Standort in Spiez im Frühjahr 2018 seine Tür.

Mit Sonderausstellungen soll die Dauerausstellung ergänzt und der Bekanntheitsgrad erweitert werden. Einen Teil der laufenden Kosten bestreite man mit Eintritten und Sponsoren und sind froh für freiwillige Mitarbeitende, Geldunterstützung und für Bekanntmachung, erklären die Vorstandsmitglieder Christine Hiltbrunner und Susanne Luginbühl.

Das Museum ist etwas kleiner als am früheren Standort in Thun, dafür heller und rollstuhlgängig. Es sind Führungen für Gruppen möglich, auch ausserhalb der Öffnungszeiten, und es stehen Gratisparkplätze zur Verfügung. Nicht zu vergessen, so Christine Hiltbrunner: «Wir wurden in Spiez herzlich und wohlwollend aufgenommen.»

Spiegel der Vergangenheit

Die erlesene Sammlung von Spielsachen von 1840 bis 1950, welche aus Schenkungen stammen, bleibt bis auf kleinere Ausnahmen unverändert den Besuchern zugänglich und wird je nach Möglichkeit angepasst.

Das breite Spektrum von Puppen, Puppenstuben, Krämerläden, Teddybären, Holz- und Blechspielzeug, Eisenbahnen, Zinnsoldaten und vielem mehr widerspiegelt das Abbild verschiedener Zeiten und der damaligen Gesellschaft. Ärmere Kinder halfen, die Spielsachen herzustellen, selber spielten sie mit Zapfen, Holzchnebeli, die in der Natur zu finden waren.

Die Verkaufsläden begeistern die Kinder auch heute noch.
Die Verkaufsläden begeistern die Kinder auch heute noch.

Nur Kinder aus wohlhabenden Familien kamen zu zweckmässigem, sinnvollem Spielzeug. Bei Puppenstuben ist deutlich zu erkennen, ob gutbürgerlich oder arm gelebt wurde. Kinderkochherde funktionierten echt, eine Nähmaschine präsentiert sich eins zu eins zu den grossen. Krämerliläden waren Bubenspielzeug, in der Küche wurden die Mädchen an den Kochherden auf ihre späteren Aufgaben in der Familie vorbereitet.

Kasperlifiguren sind heute noch beliebt. Im Spielzeugmuseum gibt es zudem ein Spielzimmer mit einer Eisenbahn zum Spielen. Da es viele Erinnerungen an vergangene Zeiten zu entdecken gibt, ist das Museum für Erwachsene und Kinder eine willkommene Abwechslung.

Kostbare Archen

«Unser Ziel ist es, jedes Jahr eine Sonderausstellung zu gestalten», so Hiltbrunner und Luginbühl. Aktuell sind bis Ende Januar 2020 seltene, vielfältige und kostbare Archen zu sehen. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien wie Keramik oder Holz in unterschiedlichen Grössen. Archen aus dem Erzgebirge bilden die ältesten Ausstellungsobjekte.

Ein besonderer Hingucker ist eine Arche von 1880. Steiff-Tiere aus neuerer Zeit (1992–1997) präsentieren sich mit zwölf Tierpaaren. All diese Kostbarkeiten sind Leihgaben aus privaten Sammlungen, vom Spielzeugmuseum Franz Carl Weber und von Pegasus.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 17 Uhr.

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