Konsortium kaufte Schloss Schadau

Vor 100 Jahren: Nach dem Tod von Louis von Rougemont kaufte im Jahr 1917 ein Konsortium das Schloss Schadau in Thun.

Das Schloss Schadau um 1890. 1917 ging es in den Besitz eines Konsortiums über.

Das Schloss Schadau um 1890. 1917 ging es in den Besitz eines Konsortiums über.

(Bild: zvg)

Das Schloss Schadau habe seinen Eigentümer gewechselt. Dies war am 7. September 1917 im «Thuner Blatt» zu lesen. «Ein Konsortium, bestehend aus Herren von Thun und auswärts, will den unvergleichlich schönen Schlosssitz wieder der bisherigen Bestimmung entsprechend wohnlich machen.» Ein Teil der zum Schloss gehörenden Güter solle als Bauplätze in Aussicht genommen werden.

Louis von Rougemont, der letzte Nachkomme von Denis von Rougement, unter dem das Schloss 1852 erbaut wurde, war 1908 freiwillig aus dem Leben geschieden.

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:

1. 9. 1917Kontroverse um die Abgabe von Zucker durch den Bund. Offenbar ist die reduzierte Abgabe gesetzlich abgesegnet.

3. 9. 1917 Die Maurer und Handlanger des Platzes Thun haben die Arbeit eingestellt: sie verlangen eine Lohnerhöhung auf 90 Cts./Std. (Maurer) und 70 Cts. (Handlanger).

4. 9. 1917Der Kohlenbestand wird aufgenommen, damit die Bedürfnisse ermittelt und Kohlenhamsterer gepackt werden können.

4. 9. 1917 Der Gemeinderat sieht als Lokal für die allgemein zugängliche Volksküche die alte Turnhalle vor.

7. 9. 1917Das Schloss Schadau ist verkauft. Ein Konsortium will den schönen Sitz wieder wohnlich machen, und ein Teil der Güter soll als Bauplätze in Aussicht genommen werden.

8. 9. 1917 Die Kadetten sollen Holz in den Wäldern sammeln, damit besser geheizt werden kann.

13. 9. 1917 Die Konstruktionswerkstätte Thun ist laut «Tagwacht» gesperrt wegen Nichteinhaltung der Verpflichtungen zur Gewährung von Lohnzulagen.

22. 9. 1917 Der Bundesrat hat der Verordnung der Gemeinde Thun betreffend Schutz von Mietern gegen Mietzinserhöhungen und Kündigungen die Genehmigung erteilt.

25. 9. 1917 Der Gemeinderat nimmt zur Kenntnis, dass der Bundesrat und der Regierungsrat die Mieterschutzverordnung von Thun genehmigt haben.

Quelle:Stadtarchiv Thun

mbs

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt