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Kalte Betten im Weissen Kreuz

Thun historisch: Der Gasthof Zum Weissen Kreuz im Bälliz ging vor 100 Jahren an die Spar- & Leihkasse Thun. Der Hotelbetrieb wurde dabei eingestellt.

Bälliz, Nummer 64: Die Adresse, an der heute das Krebserhaus steht, trug vor 100 Jahren das Hotel Zum Weissen Kreuz.
Bälliz, Nummer 64: Die Adresse, an der heute das Krebserhaus steht, trug vor 100 Jahren das Hotel Zum Weissen Kreuz.
Manuel Berger

Der spätmittelalterliche Gasthof Zum Weissen Kreuz am Bälliz 64 wechselte vor 100 Jahren seinen Besitzer. Für 250'000 Franken kaufte die Spar- & Leihkasse Thun das Hotel. Der vormalige Besitzer, ein gewisser Herr Kernen, werde das Café-Restaurant vorläufig als Mieter weiterführen, hiess es im «Oberländer Tagblatt» vom 14. November 1919. Der Hotelbetrieb hingegen werde eingehen.

Auch ohne die Einstellung des Hotelbetriebs waren die Tage des Weissen Kreuzes aufgrund stadtplanerischer Überlegungen gezählt. Im Zuge der Bahnhofsverlegung von 1920 bis 1923 musste nämlich der Gasthof dem Bau der neu ausgerichteten Bahnhofbrücke und der damit verbundenen Korrektion der Freienhofgasse weichen.

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:

1.11.1919 Die Einwohnergemeinde Thun hat am 8./9. November 1919 sich dazu auszusprechen, ob sie einer Vereinigung der Gemeinden Thun und Strättligen auf 1. Januar 1920 zustimmen will.

5.11.1919 Die Kreisdirektion II der Schweizerischen Bundesbahnen eröffnet die Konkurrenz über die Ausführung des ersten Bauabschnittes für das neue Aufnahmegebäude des Bahnhofes Thun.

10.11.1919 An den Gemeindewahlen wurde der Eingemeindungsvertrag Strättligen mit 1044 Ja gegen 830 Nein (Strättligen 682 Ja gegen 137 Nein) angenommen.

10.11.1919 Karl Seegers-Sarbach, Privatier, Stallmeister in Burgdorf, Bereiter der schweiz. Kavallerie, Wirt im Café Schäfer im Bälliz, kaufte 1879 den Militärgarten und erwarb 1903 das Hotel Beatus in Merligen. Er ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

19.11.1919 Der Gemeinderat beschliesst, das städtische Amt für Arbeitslosenfürsorge als selbstständige Institution eingehen zu lassen und ab 1. Dezember 1919 dem Polizei-Inspektorat einzugliedern.

19.11.1919 Der Grosse Rat genehmigte ein Dekret über die Schaffung einer dritten Pfarrstelle in Thun. Der Sitz des Pfarrers soll in Strättligen sein.

25.11.1919 Die Gemeinde Thun eröffnet auf den 1. Dezember 1919 in der Turnhalle auf dem Aarefeld eine Suppen-Anstalt.

27.11.1919 In Anwesenheit von etwa 70 Damen und Herren fand die Gründungsversammlung der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Thun im Freienhofsaal statt.

27.11.1919 Karl Hodel, Wirt zum Zollhaus, Festwirt der Schützengesellschaft und Landwirt, ist im Alter von 59 Jahren gestorben.

Quelle: Stadtarchiv Thun

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