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Jetzt kommt ein Gerüst ums Haus

Nachdem erneut Fassadenteile abgestürzt sind, zieht die Besitzerin des Geschäftshauses an der Ecke Bahnhof­strasse/Rampenstrasse in Thun die Konsequenzen: Diese Woche wird der Bau eingerüstet, dann kommt die Fassade weg.

Marco Zysset
Die Mitarbeiter einer Gerüstbaufirma haben angefangen, die defekte Fassade einzugerüsten.
Die Mitarbeiter einer Gerüstbaufirma haben angefangen, die defekte Fassade einzugerüsten.
Marco Zysset
Beim Gebäude handelt es sich um ein Geschäftshaus an der Rampenstrasse.
Beim Gebäude handelt es sich um ein Geschäftshaus an der Rampenstrasse.
Marco Zysset
Hagelkorngrosse Glasstücke landeten auf der Strasse und...
Hagelkorngrosse Glasstücke landeten auf der Strasse und...
Marco Zysset
... auf der Fussgänger-Passage unter dem Gerüst. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
... auf der Fussgänger-Passage unter dem Gerüst. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Marco Zysset
Nach dem Vorfall musste die Rampenstrasse gesperrt werden. Der Verkehr wird bis auf weiteres auf die Frutigenstrasse umgeleitet.
Nach dem Vorfall musste die Rampenstrasse gesperrt werden. Der Verkehr wird bis auf weiteres auf die Frutigenstrasse umgeleitet.
Marco Zysset
Bereits Mitte September musste die Rampenstrasse gesperrt werden.
Bereits Mitte September musste die Rampenstrasse gesperrt werden.
Marc Imboden
Auch damals sind Teile der Glasfassade heruntergefallen (oben rechts).
Auch damals sind Teile der Glasfassade heruntergefallen (oben rechts).
Gabriel Berger
Ganz oben im Bild ist zu sehen, wo sich das erste Element löste.
Ganz oben im Bild ist zu sehen, wo sich das erste Element löste.
Jürg Spielmann
Direkt entlang des Gebäudes verläuft eine Strasse mit Trottoir.
Direkt entlang des Gebäudes verläuft eine Strasse mit Trottoir.
Jürg Spielmann
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Gut zehn Jahre hat sie gehalten, die Fassade, die 2006 im Rahmen einer Gesamtsanierung am Geschäftshaus an der Ecke Bahnhofstrasse/Rampenstrasse montiert wurde. Seit Ende des letzten Augusts sind jedoch vier Elemente der Fassade abgestürzt; das letzte am Dienstag auf ein Gerüst, welches zur provisorischen Sicherung des Trottoirs und der Rampenstrasse fiel und in Tausende Scherben zerbarst.

Nun zieht die Eigentümerin des Gebäudes, die Pensionskasse Publica, die Konsequenzen, die sie schon vorgestern angekündigt hatte: «Wir lassen das Haus noch ab dieser Woche durch ein Gerüst vollständig abschirmen», sagte Christoph Gerber, Leiter Immobilien der Publica, gestern. «Danach wird die Fassade entfernt und ersetzt.» Er betont: «Auch die kommenden Massnahmen werden wir in enger Abstimmung mit den lokalen Behördenver­tretern durchführen.»

Rätsel für Fachleute

Nach wie vor stellen die abgestürzten Fassadenelemente sowohl die Eigentümer der Liegenschaft als auch die Fachleute vor ein Rätsel, wie Gerber betont: «Zehn Jahre hielten sie – und jetzt fallen plötzlich innerhalb weniger Wochen Teile herunter», resümiert Gerber. «Wir haben bisher keinen eindeutigen Grund dafür finden können.»

Das Thema sei «hochkomplex» und werde deshalb «genau analysiert». Noch im September sagte Gerber gegenüber dieser Zeitung: «Es war heiss und windstill – diese äusseren Einflüsse dürften eine wichtige Rolle gespielt haben.» Auch die Konstruktion und die Beschichtung der Glasplatten könnten zu dem Vorfall beigetragen haben, bei dem dank einer günstigen Fügung niemand verletzt worden war. «Möglicherweise war eine Kombination dieser Faktoren die Ursache für den Unfall.»

Klar scheint mittlerweile indes, dass die nächste Fassade am Geschäftshaus eine andere Konstruktion sein wird. «Die Technik ist weiter fortgeschritten in den letzten zehn Jahren», sagt Christoph Gerber.

Solange die Fassade nicht gesichert ist, bleibt auch die Rampenstrasse geschlossen. «Dieses Mal verlassen wir uns nicht auf die Angaben der Publica, sondern definieren selber, was zu tun ist. Erst dann geben wir die Rampenstrasse wieder frei», sagte Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) am Dienstag gegenüber dieser Zeitung.

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