In der Rikscha durch Thun

Thun

Inspiriert durch den hohen Norden stellt ein Team aus Thuner Fahrradbegeisterten ein neues Projekt auf die Beine: Ab sofort sind in der Stadt und der Region Thun Rikschas unterwegs.

Das Spassmobil-Team mit (von links) Lukas Külling und Lilli Rufer (sitzend), Reto Hofer (kniend), René Lüthi (sitzend auf dem Fahrrad) und Urs Neuenschwander.

Das Spassmobil-Team mit (von links) Lukas Külling und Lilli Rufer (sitzend), Reto Hofer (kniend), René Lüthi (sitzend auf dem Fahrrad) und Urs Neuenschwander.

(Bild: Céline Etter)

«Als Präsident von Pro Velo musste ich viel kämpfen, was nicht immer einfach war. Das Projekt Spassmobilthun hingegen ist Freude pur. Freude, die ich auch gerne weitergebe.» Schöner hätte René Lüthi, Mitgründer des Projekts und scheidender Präsident Pro Velo Thun, die Präsentation vergangenen Samstagmorgen im Domicil ­Selve Park nicht abschliessen können.

Eine Reise nach Kopenhagen sei es gewesen, die den Anstoss für dieses Projekt gegeben habe. Im Norden seien die Rikschas vor allem bei Senioren verbreitet, die nicht mehr gut zu Fuss seien und trotzdem möglichst einfach von A nach B gelangen möchten.

Grosszügiger Spender

Lüthi brachte die Idee, Menschen mit Handicap umsonst mit Rikschas umherzufahren, mit in die Schweiz. Der Grundgedanke seines Projektes: Freude anbieten! «Manchmal braucht man im Leben Glück, und das hatte ich gerade», sagt Lüthi und erzählt, dass ein Spender, der anonym bleiben möchte, sich mit 10'000 Franken an der Idee beteiligt habe.

Durch den Kontakt zu Rikscha Bern und das Sponsoring von Pro Velo Region Thun, Energie Thun und Velo Mobil Fahrrad und Rehatechnik konnte eine Rikscha von Dänemark nach Thun transportiert werden und ist nun neben der von Energie Thun zur Verfügung gestellten Rikscha jederzeit einsatzbereit. Die Zusammenarbeit mit Energie Thun und Urs Neuenschwander, Leiter Marketing und Vertrieb, sei sehr eng und unabdingbar, betont Lüthi.

Mit dem Bestand der Rikschas ist auch das Team hinter Spassmobilthun gewachsen: Lilli Rufer übernimmt die Rolle als Geschäftsführerin und kümmert sich um die Administration, Reto Hofer sorgt sich um die Fahrtüchtigkeit der Velos, und Lukas Külling, der bis jetzt immer mit dem Trampelwurm oder dem Glacewagen unterwegs war, wird sich um die Ausbildung der sogenannten Pilotinnen und Piloten, also der Fahrerinnen und Fahrer der Rikschas, kümmern. Das Erkunden der Stadt und der näheren Umgebung ist ab sofort aus einer neuen Perspektive möglich und soll für Menschen mit Handicap gratis und für Menschen, die aus Spass mitfahren, gegen ein kleines Entgelt möglich sein.

Für Reservationen und weitere Informationen: www.spassmobilthun.ch.

Berner Zeitung

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