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Im Bausektor liefs rund

Die Konjunkturlage im Wirtschaftsraum Thun und Berner Oberland blieb im letzten Quartal 2015 stabil. Mehr Aufträge und steigende Umsatzzahlen konnte insbesondere der Bausektor verbuchen.

Die Bybass-Baustelle im vergangenen Jahr: Gerade der Bausektor war mit den Zahlen im letzten Quartal zufrieden.
Die Bybass-Baustelle im vergangenen Jahr: Gerade der Bausektor war mit den Zahlen im letzten Quartal zufrieden.
Manuel Lopez

An der vom Arbeitgeberverband (AGV) Wirtschaftsraum Thun und Berner Oberland für das vierte Quartal 2015 durchgeführten Umfrage zur Konjunkturlage machten 43 Verbandsmitglieder mit, was einer Beteiligung von 78 Prozent entspricht. Vertreten sind die einzelnen Branchen wie folgt: die Maschinenindustrie mit 35 Prozent, das Baugewerbe mit 30, der Dienstleistungssektor mit 26 Prozent und die diversen Branchen – wie Nahrungsmittel- und Textilindustrie, grafisches Gewerbe et cetera – mit 9 Prozent.

Unveränderte Umsätze

«Die Umsätze sind im Vorjahresvergleich bei rund 33 Prozent der Verbandsmitglieder unverändert geblieben», schreibt der Arbeitgeberverband in seiner Mitteilung vom Montag. Ebenso viele hätten zugelegt – vorwiegend mittelgrosse Unternehmen aus dem Baugewerbe, gefolgt von Maschinenindustrie und Dienstleistern. Weniger Umsatz verzeichnen rund 35 Prozent der Befragten. Es handelt sich dabei hauptsächlich um grosse und mittlere Betriebe aus dem Maschinensektor, welche für das Inland produzieren.

Im Hinblick auf das erste Halbjahr 2016 geht die grosse Mehrheit (65 Prozent) von unveränderten Umsatzzahlen aus. Mit steigenden Umsätzen rechnen derzeit nur noch knapp 14 Prozent der Umfrageteilnehmer, die Hälfte davon aus dem Bau­gewerbe.

Auch Auftragslage ist stabil

Im Vergleich zum Vorjahr sind bei je 30 Prozent der Befragten mehr beziehungsweise weniger Aufträge eingegangen. Bei gut 40 Prozent ist die Auftragslage gleich geblieben. Unter rückläufigen Auftragseingängen leiden hauptsächlich die Maschinenindustrie und der Dienstleistungssektor. Mehr Aufträge verbuchen konnten hingegen die Maschinenhersteller sowie das Baugewerbe. Mit 65 Prozent gehen die meisten Verbandsmitglieder in den ersten sechs Monaten von unveränderten Auftragseingängen aus.

«Insgesamt zufrieden gibt man sich mit den Arbeitsvorräten», schreibt der AGV weiter. Über 55 Prozent der Teilnehmer bezeichneten diese als befriedigend, nahezu 30 Prozent als gut. Es handle sich dabei vorwiegend um Bauunternehmen und Dienstleister sowie einige Maschinenhersteller. Auf unzureichende Arbeitsvorräte wiesen 16 Prozent der Unternehmen hin. Die Mehrheit davon bedient den Inlandmarkt.

«Wiederum erfreulich präsentieren sich die Beschäftigungsaussichten», so der AGV in seinem Schreiben. «Rund 90 Prozent der Verbandsmitglieder rechneten mit Vollbeschäftigung im ersten Halbjahr 2016. Bei 10 Prozent – alle aus dem Maschinensektor – sei eine teilweise Beschäftigung möglich oder seien die Aussichten unsicher. Mit 77 Prozent wird jedoch mehrheitlich von einem gleich bleibenden Personalbestand ausgegangen. 19 Prozent rechnen mit einer Abnahme, insbesondere die Dienstleistungsbranche. Gegenwärtig sind keine offenen Stellen vorhanden.

Auch Kosten unverändert

Ebenfalls kaum verändert haben sich die Materialbeschaffungskosten: Im Vergleich zum Vorjahr sind diese bei fast 75 Prozent unverändert geblieben. Tiefere Kosten verzeichneten 16 Prozent der Unternehmen, mehrheitlich aus dem Maschinensektor. 9 Prozent der Umfrageteilnehmer mussten für Materialeinkäufe mehr bezahlen.

Keine Veränderungen erkennbar sind zudem bei den Verkaufspreisen. Knapp 60 Prozent verlangten dieselben Preise wie im Vorjahr. Höhere Preise erzielten 9 Prozent. Es waren dies mehrheitlich das Baugewerbe gefolgt von Maschinenherstellern und Unternehmen aus diversen Branchen gleichermassen.

Zufrieden mit Erträgen

«Jeweils über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer sind mit den Erträgen im letzten Halbjahr 2015 zufrieden oder bezeichnen diese als gut», teilt der AGV weiter mit. «Es sind dies vor allem grosse und mittlere Unternehmen aus Bau-, Dienstleistungs- und Maschinenbranche.» Die diesbezüglichen Aussichten präsentierten sich ähnlich: Während für das erste Halbjahr 2016 ungefähr die Hälfte der Verbandsmitglieder mit genügenden Erträgen rechnet, gehen über 35 Prozent von einem gesteigerten Ertrag aus. Diese arbeiten mehrheitlich für den Inlandmarkt.

60 Prozent der Unternehmen in der Region haben 2015 gleich viel in ihre Betriebe investiert wie im Vorjahr – vorwiegend die Maschinenhersteller gefolgt vom Dienstleistungssektor und vom Baugewerbe. Grössere Investitionen tätigten etwas mehr als 10 Prozent, grösstenteils Bauunternehmer. Gegen 35 Prozent planen, 2016 die Investitionen zu erhöhen; annähernd 25 Prozent dagegen beabsichtigen, weniger Geld in ihre Unternehmen zu ­stecken.

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