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«Ich unterstütze ADHS-Kinder»

Corinne Hofmann arbeitet als Medium im Gesundheitszentrum im Tempel. Einen Schwerpunkt legt sie in die Förderung der Fähigkeiten von ADHS-Kindern. Am Samstag lädt sie zum Tag der offenen Tür.

Sie will ADHS-Kinder unterstützen und ihre Fähigkeiten fördern: Corinne Hofmann in ihren neuen Räumlichkeiten im Gesundheitszentrum Tempel in Thun-Allmendingen.
Sie will ADHS-Kinder unterstützen und ihre Fähigkeiten fördern: Corinne Hofmann in ihren neuen Räumlichkeiten im Gesundheitszentrum Tempel in Thun-Allmendingen.
Patric Spahni

«Für mich ist ADHS, die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, keine Krankheit», sagt Corinne Hofmann, die mit ihrem eigenen Unternehmen Seelenheil seit Jahren in ihren eigenen vier Wänden in Thun als Medium in verschiedenen Bereichen arbeitet. Neu ist die 44-Jährige zum Therapeutinnen- und Therapeutenteam von Margret Lehmann in ihrem Gesundheitszentrum Tempel in Thun-Allmendingen gestossen. Am kommenden Samstag von 16 bis 20 Uhr lädt Corinne Hofmann zu einem Begrüssungsapéro in ihre neuen Räumlichkeiten.

Ihr Gesundheitszentrum Tempel hat Margret Lehmann, selbst ebenfalls als Therapeutin tätig, bereits in der Entstehung und der Bauphase des gesamten Tempelgebäudes begleitet, in welchem sich auch Karate-, Golf- und ­weitere Angebote befinden (wir berichteten mehrmals). «Der ‹Tempel› mit all seinen Angeboten hat vor zwanzig Jahren – am 1. September 1998 – seine Eröffnung gefeiert», erinnert sie sich zurück.

Unterstützen statt Ritalin

Das Thema ADHS ist nebst Ausbildungen und Beratungen einer der Schwerpunkte, die Corinne Hofmann in ihrer Arbeit setzt. «Zum einen kenne ich viele Kinder und Erwachsene mit dieser Diagnose, und zum anderen sind diese Menschen für mich nicht krank, sondern haben die Fähigkeit, bestimmte Energien sensibler aufzunehmen, und sie sind oft hochbegabt», sagt die alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, die auch Vorträge zu diesem Thema hält.

Sie schätzt, dass pro Klasse mit 20 bis 25 Kindern etwa 4 bis 5 mit ADHS diagnostiziert sind. «Mir ist klar», betont Corinne Hofmann, «dass Ritalin eine Entlastung und Entspannung für alle Involvierten bringen kann». Das Kind könne sich mit diesem Medikament oft besser abgrenzen und konzentrieren. «Doch zugleich verhindert dieses die eigene Wahrnehmung und die passende Entwicklung.»

In ihrer Arbeit versucht Corinne Hofmann lieber, die Kinder – aber genauso Teenager und Erwachsene – in ihren Begabungen und Stärken zu fördern. Und dass Betroffene lernen, ihre Sensibilität zu verstehen, mit ihr umzu­gehen und sie zu nutzen. «So», sagt Hoffmann, «dass niemand weder für sich noch für andere Menschen eine Belastung ist.»

Ein spirituelles Zentrum

Margret Lehmann freut sich darüber, dass sie mit Corinne Hofmann ein passendes Teammitglied gefunden hat – und womöglich auch eine weitere mögliche Nachfolgerin. «Zwar ist nichts konkret, und weder die Form noch der Termin ist gesetzt: Doch nach zwanzig Jahren an diesem Ort denke ich manchmal daran, das Gesundheitszentrum zu einem passenden Zeitpunkt einer Nachfolgerin zu übergeben.»

Corinne Hofmann hat die Vision eines spirituellen Zen­trums mit Ausbildungen und wie bis heute mit Therapien vor Augen und würde eine allfällige Übernahme in jedem Fall prüfen. «Falls es dereinst zu diesem Schritt käme», sagt sie, «würde sich natürlich ein Traum von mir erfüllen.»

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