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Stadtlauf: Über 3000 Läufer starteten zur Jubiläumsausgabe

Zum 25. Mal starteten am Samstag Tausende Laufbegeisterte zum Thuner Stadtlauf. Unter ihnen befand sich auch Peter Greber: ein Steffisburger, der seit dem ersten Lauf immer mit dabei war.

Der Thuner Stadtlauf lockte am Samstag gut 3000 Startende in die Innenstadt.
Der Thuner Stadtlauf lockte am Samstag gut 3000 Startende in die Innenstadt.
Dominic Bruegger
Peter Greber (54, in Hellgrün) aus Steffisburg startete am Samstag bei der 25. Ausgabe des Thuner Stadtlaufs bereits zum 25. Mal.
Peter Greber (54, in Hellgrün) aus Steffisburg startete am Samstag bei der 25. Ausgabe des Thuner Stadtlaufs bereits zum 25. Mal.
Dominic Bruegger
Im Ziel gibts Blumen – und Gratulationen von anderen Teilnehmern.
Im Ziel gibts Blumen – und Gratulationen von anderen Teilnehmern.
Dominic Bruegger
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4. September 1993: Zur Belebung der Innenstadt findet zum ersten Mal der Thuner Stadtlauf statt. «Die Strecke führte damals rund um den Rathausplatz durch das Bälliz», erinnert sich Peter Greber, der seither an jedem Stadtlauf teilgenommen hat.

«Um die zehn Kilometer für den Lauf zu erreichen, mussten wir sieben Runden laufen und diese selber zählen.» Gemeinsam mit 3073 anderen Läuferinnen und Läufern – darunter die zwei weiteren Dauerstarter Daniel Schnyder und der 83-jährige Werner Steiner – lief Peter Greber am Samstag an der 25. Ausgabe des Stadtlaufes mit.

Fix im Programm

«Ich bin eher ein niedertouriger Läufer. Der Thuner Stadtlauf ist deshalb schon fast ein bisschen stressig für mich», erklärt der 54-jährige Greber. Für den Steffisburger und seine Familie gehört Sport und vor allem Joggen zum Alltag: «Früher ging ich sogar in den Skiferien joggen», erinnert er sich. Heute nehme er es mit drei Joggingtouren pro Woche eher ruhig.

«Ich gehe mittags jeweils mit einem Arbeitskollegen trainieren. Je nachdem, wie viel Zeit wir haben oder wie das Wetter ist, schaffen wir in einer Mittagspause zwischen sieben und dreizehn Kilometer.» Ein persönliches Highlight durfte Greber zu seinem 50. Geburtstag erleben: «Ich nahm am Stockholm-Marathon teil. Das war ein Gänsehaut-Moment für mich!»

«Ich achte sehr darauf, gute Schuhe zu tragen, und höre auf meinen Körper.»

Peter Greber

Der Stadtlauf gehört immer noch fix zu seinem Programm. «Wenn es schon einen Lauf gibt, der praktisch vor meiner Haustür stattfindet, muss ich einfach mitmachen!» Seine konstante Teilnahme sei vor allem dem Fakt zu ­verdanken, dass er sich noch nie ernsthaft verletzt habe.

«Ich hatte bisher auch das Glück, dass ich noch nie ein Rennen aufgeben musste», sagt Greber. «Ich achte sehr darauf, gute Schuhe zu ­tragen, und höre auf meinen Körper. Das regelmässige Joggen in der freien Natur härtet einen auch ab.»

Viele Veränderungen

Ganz reibungslos verlief die Geschichte des Thuner Stadtlaufes nicht: 2003 wurde er nicht durchgeführt, weil dem OK zu viele Mitglieder fehlten. Und 2005 musste wegen des Hochwassers auf den Lauf verzichtet werden.

«Es war sehr schade, konnte man den Lauf in diesen Jahren nicht ausrichten», sagt ­Peter Greber, der unter anderem schon 32-mal am Grand Prix Bern teilgenommen hat. «Gleichzeitig wird die Strecke durch die Stadt immer attraktiver, vor allem für die Zuschauer.»

«Heute kommt es kaum mehr vor, dass jemand nicht vorbereitet ist und fast umkippt.»

Peter Greber

Auch die Läuferinnen und Läufer hätten sich in den letzten 25 Jahren verändert. «Die Teilnehmer sind viel besser trainiert als früher», sagt Greber. «Heute kommt es kaum mehr vor, dass ­jemand nicht vorbereitet ist und fast umkippt.»

Er selber bereite sich zwar nicht speziell auf den Stadtlauf vor, achte aber darauf, sich vor dem Lauf nicht mehr zu fest anzustrengen. «Letzte Woche bin ich am Mittwoch zum letzten Mal joggen gegangen. In den Tagen vor dem Lauf geht es nur noch darum, das Richtige zu essen und zu trinken.»

Gute Zeit erzielt

Obwohl die Strecke wegen des Schlossbergs nicht besonders schnell sei, versucht Greber, die zehn Kilometer jeweils in unter 50 Minuten zu schaffen – ein Ziel, das er mit seiner sehr guten Zeit von 45:27 min erreichte.

«Es ist schwierig, die Zeiten miteinander zu vergleichen, weil sich die Laufstrecke jedes Mal verändert. Aber ich fühle mich sehr gut und könnte jetzt noch fünf Kilometer weiterlaufen», sagt Peter Greber, der es immerhin auf den 37. Platz geschafft hat. «Wir hatten ideales Laufwetter, und am Montag werde ich mit meinem Arbeitskol­legen gemütlich die ‹restlichen› fünf bis sechs Kilometer joggen gehen», sagt er.

Akhdar und Aebi siegen über 10 Kilometer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 25. Thuner Stadtlaufs starteten zu sechs verschiedenen Läufen. Nachfolgend die schnellsten Zeiten in den Hauptkategorien sowie bei den Kinder- und Jugendläufen:

Stadtlauf 10 km, Männer: 1. Samir Akhdar, Heimenschwand, 33:39,4 min. 2. Jens Urfer, Kirchdorf, 33:51,0. 3. Matthias Schönenberger, Bern, 33:58,1. 4. Urs Schönholzer, Ittigen, 34:07,1. 5. Laurent Haller, Hilterfingen, 34:32,7.

Stadtlauf 10 km, Frauen: 1. Céline Aebi, Utzenstorf, 37:23,2. 2. Kathrin Knuchel, Thun, 38:36,7. 3. Georgette Kämpfen, Brig, 38:41,7. 4. Sonja Herrmann-Schläppi, Grund b. Gstaad, 38:50,8. 5. Yvonne Vissers, Thun, 39:04,0.

Kleiner Stadtlauf 6 km, Männer: 1. Marcel Briggen, Thun, 19:26,0. 2. Michael Pfanner, Bern, 19:29,7. 3. Daniel Rhyner, Thun, 20:04,9. 4. Nicola Buchs, Lenk i. S., 20:24,4. 5. Kai Leuenberger, Fribourg, 20:34,6.

Kleiner Stadtlauf 6 km, Frauen: 1. Delia Sclabas, Kirchberg, 20:39,1. 2. Viviane Vogt, Goldiwil, 22:39,4. 3. Sina Scherling, Guttannen, 22:47,5. 4. Aina Scherling, Guttannen, 24:33,8. 5. Stefanie Feuz, Fräschels, 24:46,0.

Knaben U-16, 1,6 km: 1. Manuel Sigg, Thun, 5:24,9. 2. Timon Schönholzer, Wattenwil, 5:27,8. 3. Manuel Wenger, Wimmis, 5:38,6.

Mädchen U-16, 1,6 km: 1. Livia Jurt, Faulensee, 6:10,8. 2. Elena Maceira, Heimberg, 6:14,5. 3. Anna Ernst, Münsingen, 6:23,2.

Knaben U-14, 1,6 km: 1. Levin Vonlanthen, Thun, 5:58,0. 2. Finn Kempf, Thun, 5:58,4. 3. Sven Gfeller, Thun, 6:00,3.

Mädchen U-14, 1,6 km: 1. Irina Wenger, Goldiwil, 5:54,0. 2. Ladina Reist, Bönigen b. Interlaken, 5:54,2. 3. Flurina Scherrer, Thun, 6:13,7.

Knaben U-12, 1,6 km: 1. Fabrice Bätscher, Spiez, 5:54,6. 2. Mauro Buchs, Thun, 5:55,1. 3. Fabian Strittmatter, Rubigen, 5:57,8.

Mädchen U-12, 1,6 km: 1. Cécile Baumann, Thun, 6:34,3. 2. Louise Rohrbach, Heimenschwand, 6:36,2. 3. Lisa Kaderli, Münsingen, 6:38,1.

Knaben U-10, 1,6 km: 1. Marc Borgts, Oberhofen, 6:21,1. 2. Yanis Blum, Heimberg, 6:30,0. 3. Elias Zürcher, Hilterfingen, 6:30,6.

Mädchen U-10, 1,6 km: 1. Chiara Malou Niederhauser, Hondrich, 6:30,7. 2. Michelle Weibel, Wattenwil, 6:38,9. 3. Lynn Schüpbach, Freimettigen, 6:48,2.

Knaben U-8, 900 m: 1. Silas Brandenberger, Bettenhausen, 3:42,3. 2. Cedric Herzig, Noflen, 3:48,8. 3. Nils Bieri, Thun, 3:56,2.

Mädchen U-8, 900 m: 1. Mya Kilchör, Thun, 3:42,5. 2. Loana Güngerich, Längenbühl, 3:43,9. 3. Emma Crespo, Gland, 3:56,2.

Schlossberg-Sprint, Männer: 1. Marcel Briggen, Thun, 1:07,0. 2. Nicola Buchs, Lenk i. S., 1:10,9. 3. Jonathan Zimmermann, Thun, 1:13,3.

Schlossberg-Sprint, Frauen: 1. Emma Hartwall, Thun, 1:41,6. 2. Vera Meer, Uetendorf, 1:43,0. 3. Katja Würsten, Uetendorf, 1:45,6.

Ausführliche Ranglisten online unter Thunerstadtlauf.ch und Datasport.com.

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